DAS RETTUNGSBOOT GOTTES: DIE TAUFE

DAS RETTUNGSBOOT GOTTES: DIE TAUFE

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Als Jesus am 40. Tage nach seiner Auferstehung, dem heutigen Fest Christi Himmelfahrt, vor den Augen seiner Jünger und der ganzen Schar der schon Christus-Gläubigen im Glanz göttlicher Herrlichkeit in den Himmel aufstieg, und für die Augen der Menschen in der Bläue der Ewigkeit verschwand, da war die Botschaft für alle absolut deutlich: so wie er es an den Tagen vorher angekündigt hatte, war er nun heimgekehrt zum Vater und setzte sich zur Rechten des Thrones des Vaters, um nun seine Herrschaft als Sieger und König über Himmel und Erde anzutreten. Direkt vor diesem Ereignis hatte er noch eine letzte Botschaft, sein Testament, verkündet:

„Geht hinaus sind die ganze Welt und verkündet das Evangelium allen Geschöpfen. Wer glaubt und sich taufen lässt, wird gerettet, wer nicht glaubt, wird verdammt werden!“

So wurde die Taufe zum „Ur-Sakrament“ des Heiles – oder des Unheiles. An ihm scheiden sich von nun an die Geister. Denn die Taufe scheidet Gut und Böse, Leben und Tod, Heil oder Unheil, Himmel und Hölle. Christus hatte durch seine Verkündigung des Reiches Gottes allen Menschen die wunderbarste Zukunft vor Augen gestellt und die Wahrheit seiner Botschaft und seines göttlichen Wirkens durch große und allen sichtbare Wunder beglaubigt. Wie sollte ein Mensch das nicht voller Begeisterung annehmen!?

Durch seine Hingabe in Leid und Tod des Kreuzes, hatte er alle Schuld der Menschheit auf sich genommen und gesühnt und alle Sünde vergeben, wenn nur der Mensch seine Sünden einsieht, bereut und um Vergebung bittet. Durch seine Auferstehung aus dem Tod hatte das menschlich-irdische Leben in eine neue Dimension gehoben und es in ein Leben ohne Leid und Tod verwandelt; hatte alles wahr gemacht, was er mit der Verkündigung des Reiches Gottes angekündigt hatte. Und nun sollten alle Menschen aller Völker dieses wunderbare neue Leben empfangen: Vergebung jeglicher Sünde und Rettung aus dem Tod und Verderben des irdisch-menschlichen Daseins.

Die Botschaft der Taufe: Entscheidung zwischen Gut und Böse

Dazu hat Christus die Taufe „erfunden“ und über die ganze Welt ausgebreitet. Dazu hat er die Apostel und ihre Nachfolger, ihre Gefährten und Mitwirkenden jeder Art – Bischöfe, Priester, Prediger, Katecheten, Büßer und Propheten, Heiler und Helfer in jeglicher Not – in die ganze Welt gesandt. Und wahrlich: Wie kann irgendein Mensch, der diese Botschaft und ihre Liebestaten erfährt, diese ablehnen, gar bekämpfen?

Sie verkündet doch das wahre und glückliche Leben bei Gott im Himmel und bezeugt es durch die Taten der Nächstenliebe – wie kann ein Mensch das ablehnen?! Sie verkündet die Vergebung der Sünden, Aufhebung von Schuld und Strafe – und alles, alles „umsonst“ – wie kann ein Mensch das verachten, verspotten? Vor allem dann, wenn ihm der Gottessohn am Kreuz gezeigt wird, der das alles aus reiner Liebe zu uns erworben hat? Wie kann er den Frieden, die Liebe, das versöhnte Miteinander der Menschen über persönliche Grenzen als auch über die Grenzen der Völker und Kulturen hinweg ablehnen?

Dies alles abzulehnen – bedeutet das nicht wirklich, eine Grundentscheidung für das Böse getroffen zu haben? Bedeutet es nicht, die Sünde zu begehen, ja, sich in ihr zu verbarrikadieren, welche Jesus die „Sünde wider den Heiligen Geist“ nennt; gegen die klare Einsicht, gegen jede Vernunft und Gnade; gegen jede Reue über das Böse; die Sünde, die deswegen nicht vergeben werden kann. Und so kann Jesus verkünden:

„Wer glaubt und sich taufen lässt, wird gerettet werden!“ – Und er muss hinzufügen: „Wer aber – schuldhaft-trotzig – nicht glaubt, der wird verdammt werden.“

Die Botschaft des Taufritus

Christus hat den Taufritus zu seinem Heilswirken erwählt und zu seiner Botschaft erkoren.

„Taufe“ bedeutet Eintauchen

Eintauchen ins Wasser. Damit wird ein ganzes Bündel von Urbedeutungen aufgerufen, die jeder Mensch spontan versteht. Es bedeutet, was es jedem ganz einfach sagt: gewaschen werden; rein werden. Im Wirken Christi: rein werden von jeglicher Sünde. Die Taufe schenkt jedem Gläubigen die völlige Vergebung jeglicher Sünde – sowohl der „Erbsünde“, also jener Sündenlast, die seit der Ursünde der Sammeltern auf der ganzen Menschheit und jedem Einzelnen lastet; als auch der Sünden, die ein Mensch in seinem bisherigen Leben verübt hat, und von der er sich nun persönlich abwendet und die er bereut. Seit den ersten Zeiten des Christentums ist das weiße Taufkleid das schönste und einprägsamste Zeichen der Taufe.

Taufe bedeutet auch Neugeburt

Im Schöpfungsbericht der Heiligen Schrift heißt es, dass im Urbeginn der Geist Gottes über den Wassern schwebte und in dieser Geisteskraft das Leben hervorgebracht wurde. Auch diese Bedeutung ist tief im (Unter-)Bewusstsein des Menschen verankert.

Taufe bedeutet Rettung aus Seenot

Ihm liegt die Urerfahrung der Rettung des Volkes Israel zugrunde. Das Volk Israel konnte vor den Verfolgern Ägyptens trockenen Fußes durch das Rote Meer ins gelobte Land ziehen. Während das Heer Ägyptens in den Fluten umkam, konnte Israel das Siegeslied zur Ehre Gottes anstimmen. So wird jeder Mensch durch die Taufe vor allen bösen Mächten gerettet und auf den sicheren Boden des „Gelobten Landes“ gesetzt, welches das christliche Leben bedeutet, das ihn zum Reich Gottes führt. Fügen wir noch ein Symbolbild hinzu, das ebenso vielfältig in der Heiligen Schrift grundgelegt ist: Die Rettung aus Seenot. Das Schiff der Apostel drohte im Sturm und Wellengetose unterzugehen bis Christus aufstand und dem Sturm und den Wellen Einhalt gebot: so setzt Christus den tödlichen Stürmen und Wellen des Lebens die Grenze und hebt uns durch die Taufe ins sichere Boot der Kirche. Die Kirche stellt sich dar als das große, große Rettungsboot, das den Schiffbrüchigen der ganzen Welt zu Hilfe eilt, um sie mit ihren Rettungsbooten und -ringen in sichere Schiff Christi zu holen. Ist die Welt nicht wie eine sinkende Titanik? Wer könnte Rettung bringen außer der Macht Gottes und seines Heilswerkes?

Die Missachtung und Widerrufung der Taufe

Der Mensch ist und bleibt eine freie Person. Ja, keine Kultur oder Religion der Welt bringt dem Menschen so sehr die Freiheit, wie die Christliche. Sie umnebelt, fanatisiert oder ideologisiert den Menschen nicht, sondern sie stellt ihn ins klare Licht der Wahrheit und in die freie Entscheidung. Und diese endet nicht mit der Taufe – sie beginnt nun erst richtig. Nun muss jeder Christ sich Tag für Tag neu entscheiden – für oder gegen den weiteren Weg Christi. Immer lauert die Versuchung, die Gebote Gottes zu relativieren oder sogar auszusetzen und sich immer mehr dem „Zeitgeist“ anzupassen und den „breiten und bequemen Weg“ zu gehen, der ins Verderben führt; die Versuchung, nicht mehr zu beten; nicht mehr die Sakramente zu empfangen; – nicht die Firmung, nicht das Bußsakrament, nicht das Ehesakrament (trotz gelebter Partnerschaft), und nicht die regelmäßige Teilnahme an der Eucharistie. Er löscht die Taufgnade aus. So ist dann der Christ auf die Bahn des Verderbens geraten und seine letzten Werke werden schlimmer sein als seine ersten. Es gilt ihm das Wort: Wer nicht glaubt, wird verdammt werden! Die Kirche hört nicht auf, für diese verirrten Glieder zu beten und Jesus geht jedem verirrten Schaf nach. Ach, mögen sich doch viele retten lassen!

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