Der heilige Hauptmann Cornelius: Ein lebendiges Beispiel für die Segensmacht

Der heilige Hauptmann Cornelius: Ein lebendiges Beispiel für die Segensmacht

Einleitung

Guten Morgen und grüß Gott am heutigen Freitag, dem 2. Februar. An diesem Tag treffen zunächst einmal zwei Ereignisse zusammen: heute ist das Fest „Maria Lichtmess“, Nach langer Tradition bei uns genannt wird: der 40. Tag nach Weihnachten an dem das Kind Jesus von Maria in den Tempel getragen wird, um ihn nach Vorschrift des mosaischen Gesetzes als Erstgeborenen dem Herrn zu weihen: schon das Kind wird für sein Lebensopfer geweiht, das er am Kreuze vollenden wird. Und die Propheten Simeon und Hanna weissagen Maria, dass ihr ein Schwert durch die Seele dringen wird. Aber Jesus wird auch gepriesen als das Licht das alle Welt erleuchten wird. Deswegen ist dieser Tag mit Kerzen- Weihen und feierlichen Kerzenprozessionen verbunden. Dann da nun dieser Tag der erste Freitag des Monats ist, wir gehen wie ihn auch als Herz Jesus Freitag, mit eucharistischer Anbetung.

Das Leben des heiligen Hauptmanns Cornelius

Die Suche nach dem wahren Gott

Nun ergibt es sich dass an diesem Tag auch das Fest des heiligen Hauptmanns Cornelius gefeiert wird, einer der ersten Römer, der die christliche Taufe empfängt. Und ich meine wir sollten diesen interessanten Mann und sein Leben heute noch ein wenig betrachten, zumal gerade die Ausbreitung des Glaubens in den ersten Zeiten nach Christus so herrlich und voller Wunder ist. Cornelius, der römische Hauptmann der italischen Kohorte, die in Cäsaräa am Mittelmeer, dem römischen Hafen für Judäa, stationiert war, ist ein echter, lauterer und natürlich-gläubiger Mensch. Ein vernünftig denkender und Gott suchender Mann.

Die Bekehrung durch Gottes Gnade

Mit klarem Verstand hat er erkannt, dass die römischen Götter nur Bilder menschlicher Fantasie darstellen, die alle Eitelkeiten, Unsittlichkeiten, ja sogar Verdorbenheiten menschlicher Charaktere widerspiegeln – nicht wahre und erhabene Göttlichkeit. Das konnten einfach in seinen Augen nicht wirklich Götter sein – keiner von ihnen! Er und seine Familie waren edle und wohltätige Menschen, in denen der Glaube an einen einzigen, wahren Gott lebendig war – den sie aber nicht kannten. Sie beteten täglich zu Gott um Erleuchtung. Nach der Auferstehung Jesu und der Aussendung der Jünger, wovon sie aber bisher noch nichts erfahren hatten, schlug nun für ihn und seine Familie die Stunde der Gnade.

Die Begegnung mit Petrus und die Taufe

Besonders infolge der Verfolgungen, die durch Saulus angetrieben wurden, wurden die Christen in alle Städte Judäas und Samariens und darüber hinaus bis nach Damaskus verstreut und die Apostel vor allem Petrus, Johannes und Philippus sahen sich genötigt, diese zu besuchen und zu festigen. Petrus besuchte die Küstenregion mit Lydda und Joppe. In dieser Phase geschah dem Hauptmann etwas hoch Bedeutsames: beim Gebet erschien ihm mein Engel, der ihm offenbarte, Boten nach Joppe zu schicken und dort im Haus des Gerbers Simon nach einem gewissen Petrus zu fragen und ihn zu bitten, nach Caesarea zu kommen.

Die Verkündigung des Evangeliums

Zeitgleich aber wurde Petrus auf diesen Besuch vorbereitet: in einer Himmelsvision wurde ihm offenbart, was ihm als Juden bisher verborgen war: dass nicht nur die Juden zum Glauben an Christus und zur Taufe berufen sind, sondern auch die Heiden. So kam Petrus nun zum Haus des heidnischen Hauptmanns Cornelius, der schon seine ganze Familie und alle gottgläubigen Menschen der Stadt versammelt hatte. Cornelius lief dem ankommenden Petrus freudig entgegen und warf sich ihm zu Füßen nieder, weil er in ihm einen Gottesmann sah. Petrus aber befahl ihm: Steh auf! Auch ich bin nur ein Mensch.

Die Taufe und Verkündigung des Glaubens

So tat Petrus mit dem Hauptmann ein und nachdem sie die ganze dort anwesende Gesellschaft von den Ereignissen berichtet hatten, die zu diesem Treffen geführt hatten, ergriff Petrus das Wort und erklärte zunächst, dass er endlich begriffen habe, dass nicht nur Juden sondern alle rechtschaffenden und Gott suchenden Menschen das Heil Christi empfangen sollen. Und während dann Petrus den Anwesenden in kurzer, aber prägnanter und für alle fassbarer Weise die Geschichte Christi, seiner Worte und Taten, seiner Hinrichtung und Auferstehung dargelegte, kam der Heilige Geist auf alle herab und bewegte ihre Herzen zu Begeisterungsstürmen und Lobpreis Gottes. Und Petrus rief allen, auch seinen jüdischen Begleitern, die nicht fassen konnten, was hier geschah, zu: Können wir

denn die Taufe all denen verwehren, die ebenso wie wir den Heiligen Geist empfangen haben? Und der ordnete an, alle im Namen Jesu Christi zu taufen.

Das Wirken des heiligen Hauptmanns Cornelius

Petrus blieb noch einige Tage und unterrichtete Cornelius und die ganze Gemeinde über den gesamten christlichen Glauben. Cornelius ging nun sofort daran, sein Haus in ein christliches Gotteshaus zu verwandeln, in dem von nun an die Katechesen, Gebete, Gottesdienste und das Almosen Verteilen stattfand. Und als der mittlerweile von Petrus eingesetzte Bischof Zachäus Stab, wurde Cornelius wie selbstverständlich sein Nachfolger. Mit unermüdlichem Eifer predigte er den Juden und Heiden das Evangelium und bekehrte sehr viele Menschen. Er kam sogar bis nach Mysien im Nordwesten Kleinasiens, wo ihn der Landesherr Demetrius nur predigen lassen wollte, wenn er mit einem göttlichen Zeichen seine Sendung beweisen könne. Da begab sich Cornelius mit einer Menge Volkes zum Apollo-Tempel. Und als er das heilige Kreuzzeichen machte stürzte der Tempel ein. Viel Volk geriet in Wut, beschimpfte ihn als Schwarzen Magier und Zauberer und wollte ihn sofort ermorden. Nur Demetrus konnte das verhindern. Und dieser empfing zusammen mit 207 Einwohnern die Taufe. Nach weiteren heftigen Verfolgungen starb Cornelius im Jahre 41 als Märtyrer für Christus.

Schlussgedanken

Halleluja! In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Bittet, dann wird euch gegeben; sucht, dann werdet ihr finden; klopft an, dann wird euch geöffnet. Denn wer bittet, der empfängt; wer sucht, der findet; und wer anklopft, dem wird geöffnet. Oder ist unter euch ein Vater, der seinem Sohn eine Schlange gibt, wenn er um einen Fisch bittet? Oder einen Skorpion, wenn er um ein Ei bittet? Wenn nun schon ihr, die ihr böse seid, euren Kindern gebt, was gut ist, wie viel mehr wird der Vater im Himmel den Heiligen Geist denen geben, die ihn bitten! Cornelius ist uns ein leuchtendes Beispiel dafür, wie Gott diese Verheißung erfüllt. Durch sein Suchen, Anklopfen und Bitten hat Gott ihn zum Heil geführt. So sollen auch wir niemals aufhören, zu bitten, anzuklopfen, zu suchen. So viele Menschen suchen Gott gar nicht – kein Wunder, dass sie ihn nicht finden. Doch wer sucht, der findet; ja, nur wer sucht, der findet!

Vater Unser

Schreibe einen Kommentar