Jakob, der Perser: Überwindung des Martyriums im Glauben

Jakob, der Perser: Überwindung des Martyriums im Glauben

Eine eindrucksvolle Darstellung des Heiligen Jakob während seines Martyriums, die seinen unerschütterlichen Glauben durch ein kraftvolles Bild von ihm im Gebet mit verstümmelten Gliedmaßen zeigt und die Intensität seiner Hingabe und Widerstandsfähigkeit symbolisiert. Der Hintergrund sollte Elemente seines christlichen Glaubens und der persischen Umgebung vereinen, um die tiefe spirituelle Stärke und den Triumph des Glaubens über die Widrigkeiten zu betonen, Skulptur, aus Marmor gehauen

Guten Morgen und grüß Gott am heutigen Montag, dem 28. November

Heute stellt uns der kirchliche Heiligenkalender einen Jakob vor. Der Name Jakob kommt nicht nur in der gesamten Weltgesellschaft in verschiedenen Variationen sehr häufig vor, auch gibt es mindestens ein Dutzend Heilige dieses Namens. An bekanntesten ist natürlich der Apostel Jakobus der Ältere, der Bruder des Johannes. Dann gibt es bei den Aposteln auch einen Jakobus den Jüngeren, der oft der Bruder des Herrn genannt wird, weil er als Kousin Jesu in der Familie in Nazareth aufgewachsen ist. Dann kennen die meisten sicher auch den Patriarchen Jakob, den Stammvater der 12 Söhne, aus denen das Volk Israel hervorgegangen ist. Aber heute gedenken wir noch eines ganz anderen Jakob, der in Persien gelebt hat und dort ein schreckliches Materium erlitten hat, indem ihm nacheinander die Glieder vom Leibe abgehackt wurden.

Beginnen wir auch diesen Tag im Zeichen des heiligen Kreuzes

Das diesem Jakobus in seinen Qualen erschienen ist und ihn gestärkt hat. Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Lied: Für alle Heilgen in der Herrlichkeit

Die Lebens- und Märtyrer-Geschichte des Heiligen Jakob findet um das Jahr 400 in Persien statt. Es war die Zeit des Umbruchs im gesamten römischen Reich und in Ostrom kam der entschieden christliche Kaiser Honorius an die Macht. Syrien und Persien aber blieben noch in der Hand heidnischer Herrscher. Jakob entstammte aber einer tiefgläubigen, christlichen Familie in Persien und aufgrund seiner adeligen Abstammung und seiner Bildung und Intelligenz gelangte er an den Hof des Königs Sapur und trat in seine Leibwache ein. Hier entwickelte sich ein sehr freundschaftliches und vertrautes Verhältnis zwischen ihm und dem König. Stets beriet der König sich in allen Angelegenheiten mit Jakob. Dadurch wurde das Herz Jakobs von der Verehrung Christi abgewendet. Er verleugnete seinen christlichen Glauben, denn er wusste, dass der König diesen Glauben ablehnte und sogar hasste.

Fortsetzung: Das Martyrium des Heiligen Jakob – Teil 1

Als nun seine Mutter und seine Schwestern und auch seine Frau hörten, dass Jakob zur heidnischen Religion des Königs übergetreten war, schrieben sie ihm: „Warum hast du den Glauben an Christus verlassen und folgst den geschaffenen Elementen, nämlich dem Feuer und der Sonne? Wisse jetzt, wenn du bei dem, was du jetzt treibst, verharrst, dann sind wir nicht mehr deine Familie.“ Sogar seine Ehefrau stimmte unter Tränen diesem Brief zu.

Jakob kehrt zu seinem Glauben zurück

Als Jakob diesen Brief gelesen hatte, brach er in neuen Tränen aus und sprach: „Wenn ich hierdurch schon meiner Familie und all meinen Angehörigen entfremdet werde, wie werde ich dann erst von dem Herrn Jesus Christus entfremdet werden!“ Und er begann, in sich zu gehen und fing an, sich in die heiligen Schriften zu vertiefen. So gewann er seinen Glauben zurück, bereute, was er getan hatte, und gab den Dienst beim König auf.

Das Martyrium beginnt

Als aber der König von diesem Umsturz im Leben seines Dieners hörte, ließ er ihn zu sich kommen und verlangte ein klares Geständnis. Jakob aber widersetzte sich nun dem König ins Gesicht, und dieser befahl, Jakob mit schmerzhaften Schlägen zu geißeln, um ihn von der Religion, die er streng verboten hatte, abzubringen. Aber Jakob ließ sich nicht ein zweites Mal verführen und den christlichen Glauben verleugnen.

Das unfassbare Ende

Und dann geschah etwas, was uns den Atem stocken lässt. Voller Hass und Brutalität befahl der König, Jakob mit Messern in Stücke zu zerschneiden. Es wurden ihm nach und nach die Finger der Hand, die Zehen an den Füßen, dann die Unterschenkel und die Arme abgeschnitten, bis er in 32 Stücke zerlegt war. Jakob aber blieb ungeheuer standhaft und in seinem Geist ungebrochen. Er betete: „Oh du allmächtiger und treuer Gott aller wahrhaft gläubigen Christen! Nimm zu dir den Stamm des Weinstocks, der, wenn ihn der Winzer beschneidet, im Frühling blüht und seine Zweige ausbreitet.“ So bekannte Jakob seinen Glauben an die Auferstehung.

Das letzte Gebet

Als nur noch Leib und Brust und Kopf von ihm übrig waren, bat er den Herrn für die Welt und alles Volk und für seine Peiniger um Erbarmen und sprach: „Siehe Herr, Hände habe ich nicht mehr, die ich zum Gebet zu dir erheben kann; auch Füße nicht, auf denen ich vor dir stehen könnte. Meine Glieder liegen hier um mich herum. So nimm nun, wohin meine Seele zu dir. In diesem Augenblick erschien ihm der Herr persönlich, tröstete und stärkte ihn und schenkte seiner Seele einen tiefen Frieden. So verstarb er in den Armen Christi.

Die Folgen und die Verehrung

Noch viele andere Christen ließ der Perserkönig hinrichten. Nun wagten es einige Gläubige, die mit Schrecken und Weinen und Klagen das Martyrium des Jakob angesehen hatten, die Glieder in Totenkleider zu hüllen, um sie an einem würdigen Ort beizusetzen. Als seine Frau, seine Mutter und seine Schwestern die Nachricht von Jakobs Tod erhielten, freuten sie sich und dankten Gott, dass Jakob nun in der ewigen Herrlichkeit seines Lebens erfreut.

Die Anerkennung und der Schutz durch Kaiser Honorius

Nun aber hörte auch der oströmische Kaiser Honorius von diesen Vorgängen und half der Familie und den Gläubigen, über dem Grab des Heiligen Jakob eine Kirche und ein Kloster zu errichten. Als aber der König von Persien davon hörte und von vielen Wundern berichtet wurde, so dass viele Menschen in seinem Königreich zum christlichen Glauben übertraten, befahl er, die sterblichen Reste des Jakob und anderer Märtyrer zu verbrennen, damit von ihnen in seinem Reiche nichts davon übrig bliebe. Da machten sich aber einige Gläubige ganz schnell auf den Weg, nahmen den Körper des Heiligen Jakob und brachten ihn nach Jerusalem.

Halleluja

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: „Ich bin der wahre Weinstock und mein Vater ist der Winzer. Jede Rebe an mir, die keine Frucht bringt, schneidet er ab, und jede, die Frucht bringt, reinigt er, damit sie noch mehr Frucht bringt. Ihr seid schon rein durch das Wort, das ich zu euch gesprochen habe. Bleibt in mir, dann bleibe ich in euch. Gleich wie die Rebe nicht von sich aus Frucht bringen kann, wenn sie nicht am Weinstock bleibt, so auch ihr nicht, wenn ihr nicht in mir bleibt. Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und in wem ich bleibe, der bringt viele Frucht, denn ohne mich könnt ihr nichts tun.“

Schlussgebet: Vater unser

Lassen auch wir uns von diesem Zeugnis bewegen, damit wir jeden Tag in diesem Glauben feststehen und alles überwinden.

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