Johannes Ogilvie: Ein Märtyrer für den Glauben

Johannes Ogilvie: Ein Märtyrer für den Glauben

Guten Morgen am vierten Fastensonntag

Einleitung

Guten Morgen und grüß Gott am heutigen Sonntag, dem 10. März, dem vierten Fastensonntag, an dem uns das Evangelium tiefsinnige Worte Christi an den ehrlich Suchenden „Lehrer Israels“, Nikodemus, verkündet: „Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat.“ Ja, Gott hat seinen Sohn für uns hingegeben! Welch eine Liebe! In der Kraft dieser Liebe hat auch der heutige Tagesheilige, John Ogilvie sein Leben für die Wahrheit Christi hingegeben. So wollen wir diesen Sonntag begehen im Zeichen dieser unendlichen Liebe und dankbar das Licht des Sonntags empfangen: Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Der Tagesheilige Johannes Ogilvie

Der heutige Tagesheilige ist Johannes Ogilvie aus Schottland. Um sein Leben und am Ende sein Martyrium zu verstehen, muss man kurz die Situation Englands und besonders der Kirchen in England im 16. Jahrhundert betrachten. Das Verhängnis nahm seinen Lauf mit Treiben von König Heinrich VIII., der seine erste gültige Ehe mit Anna von Aragon auflösen wollte, weil sie ihm keinen männlichen Nachfolger geboren hatte. Daraufhin verlangte er vom Papst die Annullierung dieser Ehe, um eine andere Frau zu heiraten. Der Papst verweigerte dieses Ansinnen und der König machte sich im Jahre 1534 selbst zum Oberhaupt der Kirche in England, trennte sich radikal von der Katholischen Kirche. Es herrschte eine Progromstimmung gegen alles Katholische. In diese Situation wurde Johannes als Sohn eines Calvinisten geboren, der Beamter am Hof von Maria Stuart war. Trotz seiner Erziehung im Calvinismus konvertierte er zum Katholizismus und trat sogar in den Jesuitenorden ein. Johannes Ogilvie kehrte heimlich nach Schottland zurück, um als Priester zu wirken, wurde verraten und unter schwerer Folter zum Tode verurteilt. Er starb als Märtyrer für seinen Glauben.

Gebet und Schlussgedanken

Und Jesus sprach zu seinen Jüngern: Ich bitte nicht nur für diese hier, sondern auch für alle, die durch ihr Wort an mich glauben. Alle sollen eins sein: wie du, Vater, in mir bist und ich in dir bin, so sollen auch Sie in uns sein, damit die Welt glaubt, dass du mich gesandt hast. Sie sollen vollendet sein in der Einheit, damit die Welt erkennt, dass du mich gesandt hast und die Menschen ebenso geliebt hast wie mich. Vater ich will, dass alle, die du mir gegeben hast, dort bei mir sind wo ich bin. Sie sollen meine Herrlichkeit sehen, die du mir gegeben hast, weil du mich schon geliebt hast vor der Erschaffung der Welt. Und Johannes erlebt jetzt diese Herrlichkeit! Wie hingebungsvoll hat er sich für die eine wahre Kirche Jesu Christi eingesetzt! Gemäß dem Leitwort seines Jesuitischen Ordens: „Kämpfend bis zu Hingabe seines Blutes und Lebens.“

Abschluss

Vater unser

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