Die Magie des Sterns von Bethlehem: Eine bezaubernde Reise der drei Könige

Die Magie des Sterns von Bethlehem: Eine bezaubernde Reise der drei Könige

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Mensch fragt sich ob hinter dem Weltall noch mehr steckt

Faszination Weltall

Immer schon haben die Sterne uns Menschen fasziniert und die Fantasie hat ihnen oft magische Kräfte und Bestimmungen über die Schicksale des Menschen zugeschrieben. Astrologie und ihre Horoskope fehlen in keiner Zeitung.

Die Technik des Blicks in die Unendlichkeit

Aber auch Wissenschaft und Technik ist fasziniert vom Weltall. Modernste Teleskope eröffnen fantastische Ausblicke in die Weiten des Universums und ganz neue Sichten auf unsere Erde! Am bekanntesten ist das Hubble-Weltraumteleskop, das sich seit 1990 auf einer Umlaufbahn um die Erde befindet. Mit „Sputnik 1“ vollzog man 1954 den ersten echten Vorstoß ins All. „Apollo 6“ vollbrachte dann 1969 die erste bemannte Landung auf dem Mond!

Die Suche nach Antworten im Kosmos

Und nicht nur wirtschaftliche oder militärische Interessen sind die Motive dieser phantastischen Unternehmungen. Auch wissenschaftliche und philosophische Fragen bewegen uns: Gibt es Leben auch auf anderen Planeten? Sind wir als Menschen die einzigen dieser Art im Weltall? Hat die Evolution auch in anderen Räumen des Universums Leben hervorgebracht? Was verraten die kosmischen Energien, Strahlungen und Substanzen darüber? Woher kommen wir? Wohin gehen wir? Bringt das Universum eine Antwort?

Krieg, Leid und Katastrophen – und die Frage nach der Erlösung.

Doch es gibt noch einen ganz anderen Blick in den Himmel. Der Blick und der Ruf aus der existenziellen Not des Menschen. Die Schreie von Menschen in Bombenhagel, Kanonendonner oder Naturkatastrophen nach einer rettenden Macht sind allgegenwärtig. „Ist denn niemand da, der dem Morden auf Erden ein Ende setzt?“ „ Da doch keine Macht der Erde dies vermag, ist da denn gar keine Macht im Universum, die Rettung bringen kann?“ „ Gott, wo bist du?“ „O mein Gott, rette mich!“ Tausendfach geht dieser Ruf in den Himmel. Hört jemand? Gibt es da jemanden? Wenn es doch eine Macht gibt, die Sterne und Erdenleben ins Dasein gerufen hat, wo ist sie denn? Oder ist das Weltall tatsächlich eine kalte gefühllose Energie, die unser irdisches Leben zwar aus nichts hervorbringt, aber auch spurlos wieder verschwinden lässt? Kein Mensch, der leidet und vielleicht noch seine Kinder elend sterben sieht, kann sich damit abfinden. Gibt er denn keine Antwort? Gibt es keine Erlösung?

Die Botschaft der Sterne

Eine sensationelle Entdeckung…

Der Blick zu den Sternen ist nicht neu. Er ist so alt wie die Menschheit. Besonders ausgeprägt bei den Babyloniern schon 2000 Jahre vor Christus. Und hier ereignete sich eine besonders spektakuläre Sternenschau, die eine göttliche Botschaft darstellt.

Denn das Sternenall ist für sie eine göttliche Erscheinung, voller Zeichen und Botschaften. Denn jene Macht, welche das alle erschaffen hat und durchwaltet, ist auch jene Nacht, die das Menschenleben und seine Schicksale bestimmt. Sterne sind Offenbarung und für die Menschen. Für uns heute ist das alles kaum nachzuvollziehen, aber für jene Forscher ist es klar: das Sternbild der Fische ist das Sternbild des Friedens, der Rettung und der edlen Liebe. Jupiter ist der Königsstern, der Stern der Weltherrschaft.. Und Saturn ist der Stern des „Westvolkes“, des Volkes Israel also.

Man schreibt das Jahr 7 v. Chr. Auf dem Zikkurat (Beobachtungsturm) von Babylon hat sich nach Einbruch der Dunkelheit die Sternenforscher-Elite der Stadt versammelt. Man erwartet eine sensationelle Himmelserscheinung. Und in dieser Nacht entdecken sie eine ganz einzigartige Botschaft: ein neues Sternzeichen erscheint. Jupiter und Saturn vereinen sich zu einem einzigen neuen, außerordentlich strahlenden Stern! Und was diese Erscheinung zu bedeutend macht, ist ihre Position: im Sternbild der Fische. Die Sternenkonstellation sendet die Botschaft zur Erde, dass im Volk der Israeliten ein König geboren ist, dem die Weltherrschaft gegeben ist; eine Weltherrschaft des Friedens, der Rettung und der edlen Liebe. Eine Zeitenwende bricht also an! Wahrlich, eine phantastische Botschaft!

Und was geschieht in der großen Gelehrtenschar? Nichts weiter. Eine wissenschaftliche Erkenntnis, großartig! Man ist stolz auf sich, diese Entdeckung gemacht zu haben… und wartet auf das, was jetzt kommen mag….

…und ein mutiger Aufbruch

Nur drei dieser Männer sind völlig aufgewühlt. „Frieden? Erlösung?… Zeitenwende?“ Nichts haben sie mehr ersehnt als dies.

Da ist Casparo aus dem Lande Kusch, dem oberen Nil in Afrika. Er hat einen schrecklichen Krieg mit den Truppen Caesars erlebt, hatte Todesangst in der Schlacht durchlitten; hat Sterbende und Verkrüppelte gesehen.. Wird das so weitergehen? Gibt es neue Kriege ohne Ende? Die Sternenbotschaft ergreift ihn tief. Ebenso Melchior, der in seiner persischen Heimat, in Ekbatana , mörderische Familienkonflikte um Macht und Geld erlebt hat, denen er nur durch Zufall entkommen ist. Endlich eine Epoche des Friedens und der Liebe? Ach, wäre das wunderbar!

Der Dritte ist Balthasar. Hier in Babylon zuhause. Er hat den Absturz dieser Stadt so bitter erfahren. Die Gier nach Luxus und Wohlleben regiert in den Palästen; Aufstände der Sklaven, Zerstörung und Mord in den Sklavenvierteln, die von der römischen Besatzung blutig bekämpft wird; den Niedergang der Religion, die in den Tempeln das Volk mit Alkohol, Drogen und Prostitution verdirbt. „Seht, Freunde, das wunderbare Reich des Friedens dort oben verkündet uns ein neues Reich des Friedens hier unten!“ Spricht Balthasar seinen Freunden zu. „Lasst uns den neuen König aufsuchen, um seine Diener zu werden! Wofür lohnt es sich denn sonst noch, zu leben?“ Und die drei Freunde rüsten eine Karawane aus, um loszuziehen. Lächelnd und spottend beobachten die Forscher-Kollegen, wie diese drei ihre ganz besonderen Geschenke einpacken. Gold, Weihrauch und Myrrhen, was auch immer dies zu bedeuten haben mag.

Sie machten sich auf den Weg!

Und sie haben gefunden, was Sie suchten: Frieden, tiefes Glück… Gott! Es ist eine der schrecklich tragischen Tatsachen, dass viele, viele Menschen zwar eine klare Erkenntnis von der Existenz Gottes und seinen Weisungen und Geboten haben, aber einfach nicht folgen.

Die klare Erkenntnis

Wie viele Menschen wissen und betonen: „Ja, natürlich, es muss einen Gott geben!“ Und: „Ja natürlich, er hat uns seine Gebote gegeben“. Aber in der Praxis folgt dieser Erkenntnis (fast) nichts. Es ist mit Gott wie mit dem berühmten Sack Reis, der in China umfällt, ohne dass es jemanden kümmert. Aber wenn es Gott gibt, wenn ich auch nur die leise Ahnung habe, dass es ihn geben könnte – was kann es dann Wichtigeres geben, als ihn zu suchen? Oder mich zu vergewissern? Es geht doch um Gott! Um alles!

Die Anstöße zur Suche nach Gott

Wer hat denn nicht die Anstöße dazu bekommen?

  • Den Glaubens-Unterricht in der Kindheit und Jugend…
  • die bohrenden Lebensfragen nach Sinn und Wert des Daseins besonders im Jugendalter…
  • die bitteren Krisen und Brüche im Lauf des Lebens, die alles in Frage stellen und die doch die Frage nach Gott in die Seele schreien…
  • Krieg, Hunger und Not in aller Welt, die Tag für Tag die Frage nach Gott, einem großen Retter, lauthals hinausschreien, da doch keine Macht der Welt das ganze Elend besiegen kann….

Es ist wahr: Wenn es Gott gibt, was gibt es Wichtigeres, als ihn zu suchen? Was gibt es Schöneres, als ihn zu finden? Das stellen uns die heiligen Dreikönige so klar vor Augen.

Auch verworrene Wege führen zum Ziel

Der Weg, das ist auch wahr, ergibt sich manchmal durch ganz sonderbare Ereignisse im Leben. Wie bei den „Weisen“ oder „Drei Königen“. Dass Sternbilder und – konstellationen oder aufregende Erscheinungen tatsächlich zu Christus nach Bethlehem führen – was für eine fast abstruse Geschichte!

Die Suche und ihre Wege

Der neue Stern am Himmel (wissenschaftlich nichts als ein Zufall im Sternenall) wie konnte er diese Männer zum Gottessohn führen? Ganz einfach: weil sie suchten! Wer nicht sucht, findet auch nichts. Wer aber sucht, der findet auch. Auch wenn die Zeichen dazu und die Anregungen kaum nachvollziehbar sind. So war es bei all den Wissenschaftlern in Babylon, so ist es bei all den Wissenschaftlern heute. Sie alle suchen nicht wirklich nach Sinn und Ziel des Lebens, sondern vielleicht mehr nach Selbstbestätigung.

Die Bedeutung des Zufalls

Wer sucht und ringt, für den können Zufälle die wunderbaren Einfallstore Gottes werden und so zum Sinn des Lebens, zum Glück und Frieden… zu Gott. Wie oft ist der Zufall, einen bestimmten Menschen zu treffen, die Öffnung der Lebenstore für Glück und Erfüllung! Die Wege, die sich dann öffnen, sind oft verworren, bitter und voller Tränen. Aber wer dem Stern seines Lebens treu bleibt, wer seiner leuchtenden Hoffnung folgt und sich Gott und seiner Führung anvertraut, der wird am Ende das Glück und den Frieden finden: Gott selbst, der allein der Garant des Lebensglückes ist. Die wunderbare Geschichte der drei Könige bringt uns diese Botschaft.

Die Könige fanden zum Ziel: zum König des Friedens

Doch unterwegs befällt sie der Zweifel und die Unsicherheit. Sie erfahren auf ihrem Weg immer nur Ablehnung, Spott und Widerstand; stürzen in eine andere Krise… War alles ein Irrtum? Eine tragische Illusion? Die drei geraten in eine schwere Krise. Abends sitzen sie stumm und trübselig zusammen.

Haben Sie dafür monatelang solche Strapazen auf sich genommen, um am Ende als Narren dazustehen? Verlacht und verhöhnt? Sollen sie so gebeugt nach Babylon zurückkehren? „Wir sollten nicht zurückkehren, bevor wir das Ziel erreicht haben!“ So erklärt schließlich der grauhaarige Melchior entschlossen. „Wir wollen es wissen! Und war es nicht der Himmel selbst, der die Botschaft brachte? Also, auf nach Jerusalem! Der Gott, der uns auf den Weg brachte, wird uns auch ans Ziel bringen!“

Der Stern der Weisen

Von Babylon nach Jerusalem: Einsam und verspottet

Es ist ein weiter und schwerer Weg, den die drei Freunde unternehmen. Nach Jerusalem sind es weit über 1000 km. Ein Weg durch Wüsten und mancherlei Gefahren. Immer wieder hocken die drei zusammen, wenn sie am Abend ihre Ruhepause beziehen und reden über ihre Erschütterung, dass keiner ihrer Kollegen den Weg mit ihnen macht. Immer wieder auch verlauten sie unterwegs den Menschen ihre phantastische Botschaft. Doch niemanden interessiert das. Auf den Märkten sind die Leute manchmal recht neugierig und aufmerksam, aber nur um dieser scheinbar wohlhabenden Reisegesellschaft etwas überteuert verkaufen zu können. Der neue König des Weltfriedens findet kein Interesse. Nach langen, langen Wüstenwanderungen erreichen sie Palmyra, die zauberhafte Stadt inmitten der Wüste Syriens. Das ist ihre erste richtige Ruhestation. Dort findet gerade ein großes, ausgelassenes Volksfest zu Ehren der Göttin Astarte statt. Die Karawane unserer drei Freunde findet eine Unterkunft in der großen Karawanserei. Doch was sie hier beobachten, schockiert sie. Das Fest der Göttin dient nur als Alibi für alle abstoßenden Frivolitäten. Alkohol und Dirnen werden ausschweifend in den Tempeln dargeboten und massenweise genossen. Hier wird moralische Dekadenz zur göttlichen Erlebnis erhoben. Die Botschaft vom Friedenskönig und seiner edlen Liebe wagen die Freunde nicht einmal auszusprechen. Weiter geht die Reise durch die Wüste. Oft übernachten sie in ihren Zelten auf dem nackten Wüstensand. Endlich kommt die große Stadt Damaskus in Sicht. Von dort werden es nur noch 10 Tagesreisen bis Jerusalem sein. Doch hier erleben sie einen weiteren Schock.

„Nach Jerusalem wollt ihr? Zum Herodes? Na dann viel Spaß!“.

„Der alte Herodes ist doch ein blutrünstiger Tyrann!. Mehrere seiner Söhne hat er hinrichten lassen, weil sie ihm Konkurrenten zu sein schienen.“ „Herodes, dieser alte Kerl? Ein Kind? Ein Königskind des Weltfriedens? Niemals!“ Mit wem sie auch ins Gespräch kommen, erfahren sie nur Schauermeldungen. Sie stürzen in eine schwere Krise – doch sie gehen darin nicht unter.

In Jerusalem: Belogen und betrogen

Die am Stadttor gestellte Frage nach einem Königskind am Königshof versetzt diese Stadt in einen Ausnahmezustand. Was ist denn hier los? Keiner wagt noch ein offenes Wort. Alle beginnen sie, sich zurückzuziehen, zu verstecken. Freude? Über die Geburt eines Königskindes? Nein. Entsetzen! Freude über die Geburt des Messias? Nein, Erschaudern! Was ist denn hier los? Sie werden vom König in den Palast eingeladen. Sehr gastfreundlich. Sie erhalten angemessene Gemächer, königliche fürwahr! Die Sternenforscher berichten ihm über alles.

Der König ruft die große Ratsversammlung ein. „Ich freue mich“, erklärt er, „dass ich dies alles erfahre. Gleichzeitig bin ich aber empört, dass meine eigenen Schriftgelehrten mich nicht informiert haben. Sternenforscher aus Babylon wissen mehr über unseren Messias als die eigenen Schriftgelehrten?“ Herodes wirft einen stechenden Blick zu jener großen Runde, die sich „Gelehrte des Volkes Israel“ nennen. Und die Männer erstarren. Sie wissen, der König ist imstande, sie ermorden zu lassen. „Verdammt,“ schreit der König sie schließlich in einem hemmungslosen Wutanfall an und alle zittern. „Verdammt noch mal, ihr Rabulistiker sollt nicht herumeiern. Sagt, was die Schriften sagen! Das will ich wissen!“ Der älteste, ein gewisser Hannas, wagt sich vor. „Sie sagen… sie sind eindeutig… Es heißt:“ Du Bethlehem im Lande Juda, bist keineswegs die geringste unter den Fürstenstädten Judas. Denn aus dir wird der Fürst hervorgehen, der der Hirt des ganzen Volkes sein wird“. „Na also! Endlich! Abtreten! Ich brauche diese Mischpoke nicht mehr!“ Während sich die Gelehrten wie geprügelte Hunde davonmachen, wendet sich Herodes seinen Gästen zu. Man spürt, dass seine Freundlichkeit nur noch gespielt ist. „Entschuldigt meine… Erziehungsmaßnahmen für diese sogenannten Gelehrten. Nun, wenigstens die Schrift lesen sie. Es ist also Bethlehem, nicht weit von hier. Und ich bin total neugierig. Oh, ich möchte und muss doch meinen Nachfolger kennenlernen, und wenn es nur ein Hirtenkind ist. So bitte ich euch, verehrte Herren, dort in jenem kleinen Ort nachzuforschen. Und wenn ihr es gefunden habt, so kommt zu mir zurück und berichtet. Denn auch ich möchte eilen, ihm zu huldigen“.

Der Stern über Bethlehem: Allen Verwirrungen zum Trotz gelangen sie zum Ziel

Die Entdeckung des Sterns

Es ist schon später Nachmittag, als die Karawane die Mauern Jerusalems verlässt, um den Weg ins Bergland nach Bethlehem einzuschlagen. Schon beginnt das Licht der Sonne im Westen sich rötlich zu verfärben. Die drei Freunde sind verwirrt und geschockt. Können sie wirklich diesem alten Despoten trauen? Noch grübeln sie diesen Gedanken nach, da erblicken sie etwas Sensationelles.

Das Zeichen des Sterns

Während die Sonne versinkt, geht ein Stern im Süden auf. Balthasar entdeckt ihn als erster. „Der Stern! Unser Stern!“ ruft er voller Begeisterung. „Das ist das Zeichen!“ ruft Melchior mit zitternder Stimme. Und dann bewegt sich die Karawane im Eiltempo, immer in die Richtung, die der Stern zeigt. Sie versuchen, die zunehmende Dunkelheit zu durchdringen.

Begegnung mit den Hirten

Da! Ein offenes Feuer! Aber dunkle Gestalten! Caspar wagt es, die Gruppe zu befragen. Es sind Hirten, freundliche Menschen, wie sich bald herausstellt. Und dann bricht Jubel aus. „Ja! Ja! Natürlich wissen wir es! Wir haben es doch vor einem Jahr selbst erlebt! Engel erschienen und haben uns den Weg gewiesen. Es ist wirklich wahr! Der Messias, der Friedenskönig, ist hier geboren!“

Die Anbetung im Kornspeicher

Nun gibt es kein Halten mehr. Die Karawane, die Hirten… Ein großer Zug bewegt sich zu einem alten Gebäude, in das die Familie mittlerweile umziehen konnte, die Reste eines alten Kornspeichers. „Seht nur. Der Stern steht genau über der Giebelspitze!“ Balthasar ist ganz außer sich vor Begeisterung. Vor der großen Tür steht fassungslos ein Mann, als die Karawane ankommt. „Seid gegrüßt! Ihr seid der Vater?“ Die drei nähern sich ehrfurchtsvoll. Und die Hirten dringen vor zu Josef, um ihm alles zu erklären.

Das Gebet und die Gaben der Könige

Erfurchtsvoll und still treten die Männer näher und knien nieder. Eine atemlose Stille umfängt den Raum. Da wird ein Gesang hörbar. Ganz geheimnisvoll. Die Hirten werden unruhig. „Wie damals auf unserem Feld. Die Engel…“ flüstert der Hirte Nathanael dem alten Melchior zu. Die Fackeln, die Sterne, die junge Mutter und das Kind, von dem ein geheimnisvolles Strahlen ausgeht…; der Gesang der Engel. Der alte Kornspeicher, verwandelt sich in einen Königssaal, einen heiligen Kirchenraum. Die drei sprechen ein Gebet, voll Freude und prophetischer Kraft.

Die Gaben der Könige

„Allmächtiger, der du uns Nacht für Nacht das Sternenheer ausbreitet, ein strahlendes Heer des ewigen Friedens, du bist wirklich auf die Erde herabgestiegen; hast den Frieden in die Welt gebracht. Jetzt sehen wir: hier ist wahrhaftig der Sohn der Sterne, der Gottessohn, um Frieden und Freude zu bringen. Und keine Macht der Welt wird diesen König besiegen. König des Friedens, Herr der Welt, wir beten dich an.“ Dann werden die großen kostbaren Lastkörbe von den Tieren geholt, aus denen edel verzierte Kisten hervorgeholt werden. Auf Geheiß Balthasars wird das erste Kästchen geöffnet, dem er eine Schale mit Weihrauch entnimmt.

Die Anbetung mit Weihrauch

Ehrfürchtig setzt er die Schale vor dem Kind auf dem Boden, entzündet darin etwas Kohle und streut den Weihrauch darauf. Eine duftende Wolke steigt auf und verbreitet sich im weiten Raum. „Die Herrscher dieser Welt lassen sich durch Weihrauch ehren als göttliche Wesen. Sie alle werden vergehen. Du, Kind, bist wahrhaftig Gottes Sohn! Dir gebührt die Anbetung und Ehre!“ So betet Balthasar.

Die Gaben der Könige für das Kind

Der alte Melchior fährt fort, das Kästchen mit Myrrhren in der Hand: „Du kommst in Menschengestalt. So wirst du Leid und Sterben des Menschengeschlechtes erfahren. Ihr, Mutter, so sagt es mir innerlich der Geist, ihr werdet in 30 Jahren seinen Leib mit diesen Myrrhren balsamieren und ins Felsengrab legen“. Dem alten Melchior rinnen Tränen über sein Gesicht.

Das Gold für den wahren König

Dann tritt Casparo vor mit dem dritten, dem kostbarsten Kästchen. Er öffnet es und zeigt allen den glänzenden Inhalt. „Die Könige der Erde reißen Gold und Geld an sich, um zu regieren. Doch du, Kind, wirst der wahre und einzige König sein. Dein Gold ist nicht ein irdischer Schatz. Dein Gold ist Barmherzigkeit, ewige Treue, unvergängliche, edle Liebe und Heiligkeit. Dir wollen wir dienen. Und er reicht diese Schatulle an Josef weiter, der sie verwirrt und ratlos annimmt und sie schließlich vor dem Kind niedersetzt.

Die weiteren Stationen der Könige

Die Geschichte der Könige war noch längst nicht zu Ende. Sie geht ja bis in den Kölner Dom! Hier ganz kurz die weiteren Stationen:

Rückkehr nach Babylon

Ohne Herodes zu informieren.

Besuch von den Aposteln in Babylon

Sie erfahren vom Tod und Auferstehung Jesu und werden zu Bischöfen geweiht. Sie missionieren und werden ermordet.

Überführung der Reliquien nach Mailand

Ihre Reliquien werden später von Babylon nach Mailand gebracht und dort in einer Kirche bestattet.

Kölner Dom

Im Mittelalter, unter Kaiser Barbarossa, werden sie nach Köln gebracht und dafür der Kölner Dom gebaut.

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