Papst Innozenz I.: Ein treuer Hirte in stürmischen Zeiten

Papst Innozenz I.: Ein treuer Hirte in stürmischen Zeiten

Gottesdienst am 12. März: Ein Tag der tiefen Liebe

Einleitung

Guten Morgen und grüß Gott am heutigen Sonntag, dem 12. März, dem vierten Fastensonntag, an dem uns das Evangelium tiefsinnige Worte Christi an den ehrlich suchenden „Lehrer Israels“ Nikodemus verkündet. „Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat.“ Ja, Gott hat seinen Sohn für uns hingegeben! Welch eine Liebe! Wollen wir diesen Sonntag begehen im Zeichen dieser unendlichen Liebe: Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Papst Innozenz I. – Ein treuer Hirte Christi

An diesem Sonntag nun begegnet uns ein großartiger Papst. Es ist Innozenz I., der erste, der am 12. März 417 in Rom verstarb. Er wurde im Jahre 402 Bischof von Rom und damit Papst der ganzen Kirche Christi. Und dieser Aufgabe, der oft zerstreuten und zerstrittenen Herde Jesu Christi ein treuer Hirte zu sein, widmete er sich mit allen Kräften.

Konflikte und Herausforderungen

Als erstes hatte er sich den Konflikten mit der Kirche Ostroms, also Konstantinopels, zu stellen. Dort riss die Kaiserin Eudoxia durch ihren luxuriösen und unsittlichen Lebenswandel schmerzliche Wunden auf. Sie verbannte den Patriarchen Chrysostomus, der ihren Lebenswandel öffentlich anklagte, in eine entlegene Region Armeniens am Schwarzen Meer. Innozenz versuchte diese Verbannung zu verhindern – vergeblich. Chrysostomus starb an den Misshandlungen in der Verbannung. Sogar viele Bischöfe verbündeten sich gegen den Papst und brachten so einen Spaltpilz zwischen Rom und Konstantinopel.

Schutz und Stabilität

Innozenz setzte sich auch für den großen Bibelübersetzer Hieronymus von Bethlehem ein, um ihn vor Willküraktionen verschiedener Feinde zu schützen. Als dann die Westgoten unter ihrem König Alarich in Italien einbrachen, versuchte Innozenz die Plünderung Italiens und besonders Roms zu verhindern. Es gelang ihm, die Plünderungen und Zerstörungen der kirchlichen Gebäude abzuwenden, sodass viele Menschen dort Schutz finden konnten. So erhob sich im Untergang des alten Römischen Reiches das Papstamt wie ein Fels in der Brandung. Innozenz wurde so der erste ausdrücklich politische Papst und konnte den Einfluss und die geistliche Macht des Papsttums entscheidend ausweiten.

Abschied von einem heiligen Hirten

Am 12. März 417 starb Papst Innozenz I. in Rom – als wirklich heiliger Nachfolger Petri und guter Hirte nach dem Herzen Christi.

Gebet und Hirtenamt

Und Jesus sprach zu Simon Petrus: „Simon, Sohn des Johannes, liebst du mich mehr als diese?“ Er antwortete ihm: „Ja, Herr, du weißt, dass ich dich liebe.“ Jesus sagte zu ihm: „Weide meine Lämmer!“ Zum zweiten Mal fragte er ihn: „Simon, Sohn des Johannes, liebst du mich?“ Er antwortete ihm: „Ja, Herr, du weißt, dass ich dich liebe.“ Jesus sagte zu ihm: „Weide meine Schafe!“ Zum dritten Mal sagte er ihm: „Simon, Sohn des Johannes, liebst du mich?“ Da wurde Petrus traurig, weil Jesus ihn zum dritten Mal gefragt hatte: „Liebst du mich?“ Er gab ihm zur Antwort: „Herr, du weißt alles; du weißt, dass ich dich liebe.“ Jesus sagte zu ihm: „Weide meine Schafe!“ So hat Jesus das Amt des Oberhirten für die ganze Welt eingesetzt. Er selbst ist der universale Hirte, dem alle Schafe gehören. Und er setzt auf Erden einen Hirten ein, der an seiner Stelle und in seiner Vollmacht diese Aufgabe einnimmt. Eine wahrhaft übermenschliche Aufgabe. Und Innozenz war schon der 42., der in dieses Amt berufen wurde. In ihm sehen wir die ungebrochene Kraft des obersten Hirten durch alle Zeiten und Stürme. Danken wir ihm, dass wir auch heute seine Lämmer und Schafe sein dürfen – besonders wenn wir uns auf seiner Weide, der hl. Meßfeier, nähren dürfen.

Schlussgebet

Vater unser

Schreibe einen Kommentar