In der Redaktion haben wir uns dazu entschieden, in dieser November-Ausgabe ein Schwerpunktthema aufzugreifen, das uns alle betrifft: Priester und Priesterberufungen.
Der alarmierende Rückgang der Priester in den Gemeinden
Das Fehlen von Priestern in den Gemeinden bereitet uns große Sorgen. Immer mehr ziehen sich aus der direkten Gemeindearbeit zurück. Was steckt dahinter?
Ein Blick in die Zukunft mit Patrick Poll
Während unserer Überlegungen stießen wir auf einen jungen Mann, Patrick Poll aus Aschendorf-Herbrum im Emsland. Er bereitet sich auf die Priesterweihe vor und hat sich freundlicherweise bereit erklärt, einen Beitrag zu diesem drängenden Thema zu verfassen. Wir möchten uns an dieser Stelle herzlich bei ihm für seinen Beitrag bedanken.
Gottes Clown sein: Henri Nouwens Perspektive auf die Priesterberufung
Lieber Leserinnen und Leser, in den folgenden Zeilen möchte Patrick Poll über die Berufung zum priesterlichen Dienst in der heutigen Zeit schreiben. In einer Zeit, in der das Christentum scheinbar stagniert und die Amtskirchen an Strahlkraft verlieren, teilt er seine Gedanken und Erfahrungen.
Die Herausforderungen der deutschen Amtskirche
Um die Priesterberufung zu verstehen, muss man zwischen der deutschen Amtskirche und der Kirche, die zwei Jahrtausende besteht, unterscheiden. Während die Amtskirche mit finanzieller Sättigung kämpft, betont Patrick die Bedeutung einer Kirche, die die Gemeinschaft der Gläubigen repräsentiert.
Das Amtspriestertum als Dienst an der Herde Christi
Patrick wirft einen kritischen Blick auf das Amtspriestertum und argumentiert, dass es für den Erhalt des Christentums entscheidend ist. Das Amtspriestertum dient dazu, den Gläubigen immer wieder das Wort Gottes nahezubringen und ihnen durch die Sakramente Kraft zu verleihen.
Zölibat als lebendiges Zeichen
Der zölibatäre Lebensweg wird als Mittel gesehen, einen Raum zu schaffen, der allein Gott gehört. Patrick sieht darin ein lebendiges Zeichen der Gegenwart Gottes, vorausgesetzt, es wird richtig verstanden und gelebt.
Der Clown Gottes: Eine etwas andere Berufung
Henri Nouwen bezeichnete jemanden, der sich dem priesterlichen Dienst hingibt, als „Clown Gottes“. Patrick erklärt, dass es eine gewisse Verrücktheit erfordert, diesen Weg zu wählen, aber dass es sich lohnt – ein Leben mit Christus und für die Menschen.
Ein Appell und ein Ausblick
Patrick Poll, Diakon & Priesterkandidat in Melle, schließt seinen Beitrag mit einem Gebet, dass immer mehr Menschen den Weg zum priesterlichen Dienst oder Ordensleben finden mögen.
Wir hoffen auf eine lebhafte Diskussion und sind gespannt auf eure Gedanken zu diesem wichtigen Thema.