Wie der Papst Autorität in der katholischen Kirche ausübt

Wie der Papst Autorität in der katholischen Kirche ausübt

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Eine kleine Dorfkapelle auf dem Lande, einfache Holzbänke, die Sonne scheint durch die Fenster, eine friedliche und besinnliche Atmosphäre, ältere Gemeindemitglieder beten, Malerei, Aquarelle auf strukturiertem Papier

Fundamentale Voraussetzungen

Um die Autorität des Papstes grundlegend zu beschreiben und zu verstehen, muss man ihre Verwurzelung in Wesen und Lehre Jesu Christi verstehen.

Das Papstamt ist das Petrusamt

Das Amt und die Autorität des Papstes sind untrennbar mit dem Apostel Petrus verbunden. Das Papstamt ist das Petrusamt! Es wurde von Christus selbst geschaffen und hat seinen Ursprung in zwei entscheidenden Ereignissen, die in den Evangelien festgehalten sind.

1. Christus macht Petrus zum „Felsen“ und übergibt ihm die „Schlüsselgewalt“

Eines Tages fragte Jesus seine Jünger: „Für wen halten die Leute den Menschensohn?“ Nachdem die Jünger verschiedene Meinungen wiedergaben, fragte Jesus direkt: „Ihr aber, für wen haltet ihr mich?“ Petrus antwortete: „Du bist der Messias, Christus, der Sohn des lebendigen Gottes!“ Daraufhin verkündete Jesus feierlich: „Du bist Petrus, der Fels, und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen.“ Damit beschreibt er die überirdische Macht und den ewigen Auftrag des Petrusamtes.

2. Christus macht Petrus zum Oberhirten der ganzen Kirche

Nach der Auferstehung Jesu erscheint er am See Genezareth und fragt Petrus dreimal: „Simon Petrus, liebst du mich?“ Jedes Mal antwortet Petrus, und jedes Mal beauftragt Jesus ihn: „Weide meine Lämmer! Weide meine Schafe!“ Damit schafft Christus das Amt des Oberhirten für die gesamte Kirche und knüpft es an die bedingungslose Liebe zu ihm als dem Sohn Gottes.

Klärung der Grundlagen und der Bedeutung des Anspruchs der Unfehlbarkeit des Papstes

Christus wollte seine Lehre und sein Werk für alle Zeiten und Menschen weitergeben. Um sicherzustellen, dass dies fehlerfrei geschieht, besitzt der Papst das Lehramt. Die kirchliche Tradition sichert neben der Bibel die richtige Auslegung der Lehren Christi. In entscheidenden Fragen der Lehre und Moral besitzt der Papst die Unfehlbarkeit, wie Christus es verkündete. Dies garantiert, dass die Kirche immer in der Wahrheit Christi bleibt und sie immer tiefer und weiter versteht, während sie durch die Zeiten geht.

Ohne diese Zusicherung der Unfehlbarkeit wäre die Wahrheit Christi dieser Welt nicht sicher zu stellen und allen viel Interpretationen und Verfälschungen ausgeliefert. Dann wäre die bekannte Ringparabel in „Nathan dem Weisen“ von Lessing richtig, in welcher von mehreren sich gleichenden Ringkopien die Rede ist, welche dann nicht mehr erkennen lassen, welches der richtige ursprüngliche ist. Wenn es keine Unfehlbarkeit gäbe, wären alle Konfessionen „gleich“ und eben auch „gleich falsch“. Denn am Schluss dieser Parabel heißt es: „Der wahre Ring – er ging verloren“. Dann wäre die Wahrheit Christi und sein Evangelium im Laufe der Geschichte längst verloren gegangen.

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