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ToggleMedjugorje – „Mary’s Land“
Medjugorje, ein Dorf in Bosnien-Herzegowina, schon seit Jahrhunderten von katholischen Kroaten bewohnt, wurde Schauplatz der bisher aktuellsten Marienerscheinungen. Seit 1981 ist hier die Muttergottes den sechs Sehern bzw. Seherinnen insgesamt über 52 000 mal erschienen!An und in der Jakobus-Kirche treffen sich seitdem nicht selten mehr als 30 – 50 000 Menschen, um zu beten, zu feiern und die tiefe Freude des Glaubens zu erleben. Jeden Abend finden sich hier ab 18:00 Uhr Tausende aus allen Ländern Europas ein zu Rosenkranzgebet, Meßfeier und Anbetung: „Mary’s Land“.
Ein Wort zuvor.
Erscheinungen – Phantasiegebilde?

Die Ur-Erscheinungen Mariens



Die vielen Marienerscheinungen und die besonderen in Medjugorje.
1. Eine kleine Geschichte der Marienerscheinungen
Ohne den Anspruch auf Vollständigkeit zu erheben will ich hier zunächst einmal versuchen, eine solche Liste zu erstellen.
1. „Unsere Liebe Frau auf der Säule“.
Im Jahre 40 n. Chr. (!) in Spanien. Eine Erscheinung Mariens noch zu ihren Lebzeiten beim Apostel Jakobus, der in der Nähe von Saragossa am Ebro erfolglos missionierte und völlig niedergeschlagen war. (Diese Mission des Jakobus ist kaum bekannt, denn er wirkte ja in Jerusalem und wurde dort im Jahre 44 gesteinigt) Dort am Ebro aber erschien ihm Maria – obwohl sie zu diesem Zeitpunkt noch beim Apostel Johannes (Jakobus‘ Bruder) in Ephesus weilte – um ihn zu trösten.
[Ich führe diese Erscheinung auf, weil sie so außerordentlich und bei uns gar nicht bekannt ist.]
Nun folgt eine lange Zeit, in denen es sicherlich Marienerscheinungen gab, die aber nicht gut dokumentiert sind. Ich überspringe jetzt über ein Jahrtausend.
2. Die erste große und Aufsehen erregende Erscheinung war die von Loreto (Nähe Ancona/.Italien):
Im Jahre 1294 wurde das Haus Mariens von Nazareth auf wunderbare Weise nach Loreto versetzt, wo es bis heute zu sehen ist. Es war die Zeit der Muslimischen Eroberungen in Palästina, welche das Haus zu zerstören drohten.
Dies war der Auftakt zu einer intensiveren Marienverehrung und es entstand die Lauretanische (von Loreto) Litanei, die bis heute die Standard-Litanei zu Maria bildet.
3. In den Jahren 1330 und 1489
ereigneten sich die Erscheinungen in Altötting/Bayern, die bis heute das Motiv für den größten Wallfahrtsort in Deutschland bilden. Zwei Kinder wurden auf die Anrufung Marias hin vom Tode erweckt.Das Gnadenbild der „Schwarzen Madonna“ von Altötting bildet Ziel und Motiv vieler Wallfahrten.
4. Dann plötzlich erscheint Maria 1531
in Guadalupe/Mexiko mit ihrem Bild auf dem Mantel des Juan Diego und bekehrt in wenigen Jahrzehnten fast ganz Mexico zum Katholische Glauben (während in Europa durch den Protestantismus große Regionen und Länder verloren gehen: Norddeutschland, Skandinavien, England, Schweiz…). Hier entsteht der bis heute weltweit größte Wallfahrtsort.
5. Die Seeschlacht von Lepanto 1571.
Nach Ausrufung des Rosenkranzgebetes in ganz Europa wird durch die Fügung Marias wird die weit überlegene Flotte der Türken, die sich anschickten, Europa zu erobern, vernichtend geschlagen.
6. Nun sollten wir Tschenstochau in Polen nennen:
Hier ereignete sich 1655 durch das Eingreifen Mariens eine Wende beim Angriff der Schweden, die ganz Polen zu protestantisieren drohten. Die „Schwarze Madonna“ ist bis heute das einzigartige Kultbild dieses nationalen Wallfahrtsortes.
7. Aparecida, Brasilien, 1717.
Die Erscheinung Marias bei drei Fischern, die im Meer eine Marienstatue finden, durch welche viele Wunder bezeugt sind, führt zur größten Wallfahrt Brasiliens (jährlich 8 Mill.) und zum Bau der zweitgrößten Kirche der Welt (n. d. Petersdom)
8. La Salette, Frankreich, 1846.
Maria erscheint zwei Hirtenkindern. Sie ruft zur Buße und Umkehr auf. Sie klagt über die Verunehrung des Sonntags, die Vernachlässigung des Gebetes und vergießt dabei viele Tränen.
9. Lourdes, Frankreich, 1858.
Maria erscheint mehrfach dem jungen Mädchen Bernadette Soubirous und bezeichnet sich als die „Unbefleckte Empfängnis“. Nach der wunderbaren Entstehung einer Heilquelle bildet sich hier einer der größten Wallfahrtsorte der Welt. Viele Heilwunder sind ärztlich bezeugt. Das Lourdes Lied mit dem „Ave, ave, ave Maria“ wird in der ganzen Welt gesungen.
10. Fatima, Portugal, 1917.
Maria erscheint von Mai bis Oktober jeweils am 13. des Monats drei Hirtenkindern und bestätigt ihre
Erscheinung im Oktober durch ein Sonnenwunder. Sie ruft zum Gebet (bes. Rosenkranz) und Buße auf, damit der Kommunismus endet und „Rußland sich bekehrt“ und so eine Zeit des Friedens geschenkt wird. Sie sagt das Attentat (13. Mai 1981) auf Papst Johannes-Paul II. voraus, der sein Überleben dem Eingriff der Muttergottes zuschreibt. Bis heute wird in Fatima am 12./13. Der Monate Mai – Oktober dieser Erscheinungen gedacht.
11. Banneux, Belgien, 1933.
Hier erscheint Maria acht Mal einer jungen Frau als die „Jungfrau der Armen“ und läßt eine Heilquelle einspringen, die vielen Menschen die Heilung von verschiedenen Krankheiten schenkt.
12. Heede, Deutschland, 1937
Vom 1. November 1937 bis zum 3. November 1940 erscheint Maria vier Kindern als „Königin des Weltalls“ und „Königin der Armen Seelen“. Bischöfe und Priester distanzieren sich jedoch; die Nazis bekämpfen die Erscheinungen und die Wallfahrten. So geht hier viel Gnade verloren, die vielleicht die Nazi- Herrschaft in Deutschland beendet hätte. Eine Seherin, Grete Gansefort, erleidet bis zu ihrem Tode (1996) die Wundmale Christi. Das Bistum Osnabrück erkennt die Erscheinungen nicht an, hat sie aber aufgrund der Wallfahrts- und Gebets-Aktivitäten zur „Gebetsstätte“ erklärt.
13. Heroldsbach, Deutschland, 1949.
Vier Mädchen im Alter von 10/11 Jahren haben hier von 1949 bis 1952 die Gottesmutter Maria gesehen, die zu Gebet und Umkehr aufrief. Es geschah hier sogar ein Sonnenwunder ähnlich wie in Fatima. Es entstand eine der größten Volksbewegungen und Wallfahrten in Deutschland. Vom Bistum wurden diese Erscheinungen allerdings strikt abgelehnt und die Wallfahrten untersagt. Dennoch hat sich dieser Wallfahrtsort sehr lebendig erhalten.
14. Akita, Japan, 1973.
Eine geschnitzte Marienstatue weint und sagt Verfolgungen und Häresien in der kath. Kirche voraus.
15. Kibeho, Ruanda/Afrika, 1981.
Maria erinnert an den „Rosenkranz der Sieben Schmerzen“ und ruft dringend zur Umkehr auf wegen der tiefgreifenden „moralischen Krise der Menschheit“. Sie sagt den grauenhaften Genozid von 1984 voraus. Diese Erscheinungen sind kirchlich anerkannt
16. Marpingen, Deutschland,
1876/1999. Schon 1876 berichten drei achtjährige Mädchen von der Erscheinung der Gottesmutter im Härtlwald (Marpingen). Dies löste eine große Volksbewegung aus, die aber vom damaligen Preußischen Staat im Rahmen des Kulturkampfes gewaltsam unterdrückt wurde. Auch die Kirche verhielt sich strikt ablehnend. Zudem widerriefen die Mädchen später ihre Aussagen. 1999 kam es an gleicher Stelle zu Erscheinungen bei drei Frauen, was einen Strom von bis zu 20 000 Menschen hervorrief. Auch hier verhält sich die Kirche ablehnend.
17. Sievernich, Deutschland, 2000.
Jeweils am 1. Montag des Monats, so berichtet eine Frau, erscheint ihr die Gottesmutter mit dem „Prager Jesuskind“. Das Bistum Aachen prüft z. Z. die Echtheit.
Anmerkung: Seit der Reformation wurden in Deutschland keine Erscheingen mehr anerkannt. Infektion durch den Protestantismus? Es ist sicherlich richtig und wichtig, daß die Kirche alle behaupteten Erscheinungen gründlich prüft, damit ein Mißbrauch verhindert wird und die Gläubigkeit der Menschen nicht der Lächerlichkeit preisgegeben wird. Aber andererseits sind echte Erscheinungen anzuerkennen, weil sie von Gott selbst kommen und die Botschaft Christi wirkungsvoll unterstützen. Die Kirche trägt eine große Verantwortung, damit die angebotene Gnade nicht verloren geht.
2. Die Marienerscheingen in Medjugorje seit 1981; Bedeutung und Wirkung.
Wenn man die Marienerscheinungen von Medjugorje betrachtet, so ist ganz offensichtlich, dass es sich hier um etwas ganz Außerordentliches handelt. Wir können sie zwar hineinstellen in die Gesamliste der oben erwähnten Erscheinungen, aber sie fallen doch aus diesem Rahmen heraus. Man bedenke nur einmal, dass diese Erscheinungen seit 1981 ununterbrochen andauern – in den ersten Jahren täglich und gegenwärtig noch immer zu bestimmten Terminen. So kommen bis heute über 52.000 Erscheinungen zusammen! Das ist einfach unfassbar und sprengt jeden Rahmen der bisherigen Erscheinungsformen. Begeben wir uns also auf den Weg, um dieses Phänomen näher zu betrachten.
Medjugorje
Zweifellos gibt es keine spezielle Regel, nach welcher Erscheinungen auftreten. Sie sind und bleiben immer in der freien und unerklärbaren Fügung Gottes. Aber es fällt auf, daß es zumeist einfache, „unmündige“, arme Menschen, oft Kinder, gewesen sind, die solche Erscheinungen erleben.
Sehen wir uns also die Menschen an, bei denen sie hier in Medjugorje erschienen ist.
Medjugorje liegt in einer tief-katholischen Region in Bosnien-Herzegowina, die fast ganz kroatisch besiedelt ist. Es lohnt sich ein kurzer geschichtlicher Rückblick:
Nach einer intensiven Christianisierung des kroatischen Volkes im frühen Mittelalter, brach im Jahre 1054 die erste Krise aus: das „Schisma“ (= Trennung) zwischen Ost- und West-Rom; d. h. zwischen den Patriarchen von Konstantinopel und dem Papst in Rom: Nun gab es die „orthodoxe“ Kirche einerseits und die katholische andererseits. Die Grenze zwischen beiden Kirchen verläuft mitten durch den Balkan. Während sich Griechen, Bulgaren und Serben der orthodoxen Kirche zuwandten und eine aggressive Politik gegen Nicht-Orthodoxe betrieben, blieben die Kroaten katholisch. Dann aber brach die Katastrophe herein:
Im 15. Jahrhundert führten die türkischen Eroberungen dazu, dass fast der gesamte Balkan erobert und Bosnien und die Herzegowina versklavt wurden. Die Franziskaner, die bisher das ganze Land seelsorglich betreut hatten, wurden ermordet oder gezwungen, zu fliehen oder im Untergrund zu leben und zu wirken. Das türkische Schreckensregime dauerte mehr als vier Jahrhunderte, bis es 1878 befreit und unter österreichische Verwaltung kam und nun ihre Kultur und Religion frei entfalten konnte. Diese Freiheit währte jedoch nur wenige Jahrzehnte. 1914 brach der Erste Weltkrieg aus und die Männer mussten in den Krieg, die Kinder zu Hause hungerten oder verhungerten gar. Eine seelsorgliche und menschliche Großtat war es, als die Franziskaner 12.000 Kinder aus der Herzegowina nach Slavonien (im Nordosten Kroatiens) bringen und vor dem Hungrtod retteten konnten. Nach Ende des Krieges fiel das österreichisch-ungarische Kaiserreich auseinander und Bosnien und Herzegowina mit den kroatischen Katholiken geriet unter die Herrschaft der orthodoxen Serben, die mit Gewalt und Lockungen versuchten, die Kroaten vom katholischen Glauben abzubringen. Die kroatischen Katholiken aber waren nicht bereit, ihre nationale Identität und ihren Glauben aufzugeben. Ihre wirtschaftliche Unterdrückung war brutal. Es gab Hungersnot und Armut. Auch die harte Arbeit half nicht viel. Viele mußten ihre Familien verlassen, um in anderen Ländern ( bes. Österreich und Deutschland) Arbeit zu finden. Aber sie blieben katholisch und wurden es mehr denn je.
Das Votivkreuz
Ein total beeindruckendes Beispiel für die Mentalität dieser Menschen war die Errichtung eines Gedenkkreuzes auf dem nahen Berg Sipovac. Der damalige Gemeindepfarrer musste hilflos die Hungersnot und Armut erleben und gelobte, um die erschöpften und niedergeschlagenen Pfarrmitglieder aufzurichten, oben auf dem Berg im Gedenken an den 1900. Jahrestag der Passion und des Todes Jesu, ein Kreuz zu errichten. So wollte er die Christen dem Erlöser der Welt weihen und gleichzeitig erflehen, sie vor dem Bösen zu schützen; aber auch vor Hagel und Unwetter, welches so oft die Reben- bzw. Tabakanpflanzungen zerstörte. Und tatsächlich stimmte die Gemeinde zu und so schleppte man 1933, manchmal barfuß, Zementsäcke, Eisenstangen, Holzbalken und anderes zu Fuß den 537 m hohen Berg empor, um dort ein 10 Meter hohes Kreuz zu errichten. Seitdem heißt dieser Berg „Krizevac“ (Kreuzberg) und überragt bis heute Medjugorje. Und es brach der Zweite Weltkrieg aus, noch grausamer als der erste und verwandelte das Ex-Königreich Jugoslawien in einen Bürgerkrieg. Die Feindseligkeiten zwischen Kroaten und Serben erreichten einen Höhepunkt. In diesen Wirren gelang es Tito mit Hilfe Rußlands ein kommunistisches Regime für ganz Jugoslawien zu errichten. Viele Kroaten flohen vor dem Kommunismus nach Österreich. Aber dort schickte man sie zu den kommunistischen Partisanen zurück. Es starben dabei 200.000 Menschen. Hunderte von Priestern wurden hingerichtet. Auch jener Pfarrer, der das Votivkreuz errichtet hatte, wurde zusammen mit Pater Vassili in Mostar getötet. Beide Leichen wurden in den Fluss Neretva geworfen und nie mehr aufgefunden. So mußte Kroatien unter dem kommunistischen Regime Titos leben und Glauben und Kultur behaupten.
Die Kirche.

Ein wichtiges Ereignis in dieser Zeit war die Errichtung der Kirche in Medjugorje. Der schon vor dem 1. Weltkrieg begonnene Bau war nicht über die Fundamente hinausgekommen. Nun begann man erneut. Die eigentlich viel zu große Kirche konnte 1966 erfolgreich in Angriff genommen und dank des Einsatzes der Pfarrei und vieler Spenden der Kroaten im Ausland vollendet werden: Zwei Türme und 20 Glasfenster verkünden noch einmal die 2 Jahrtausende und 20 Jahrhunderte der Erlösungstat Jesu auf Golgatha. Es gelang sogar, ein 1000 Meter langes Elektrokabel zum Votivkreuz auf den Berg zu verlegen und das Kreuz wie eine Himmelsvision über Medjugorje erstrahlen zu lassen.
Die Erscheinungen. 1981 bis heute
Plötzlich, wie aus dem Nichts, erblicken zwei Mädchen, dann sechs Kinder, die Erscheinung der Gottesmutter auf einem Hügel nahe ihrem Dorf. Die erste ereignete sich am 24. Juni 1981, am Fest Johannes des Täufers. Die Dorfbewohner spotten: Haben sie Drogen genommen? Die Eltern sind besorgt: Das wird Ärger geben mit der kommunistischen Miliz! Und die Erscheinungen gehen weiter., Tag für Tag. Die Kinder sind weder von ihren Aussagen abzubringen noch zu hindern, immer wieder zum Berg zu gehen und die „Gospa“ in ihrer unbeschreiblichen Schönheit zu erleben. Drei Blitze kündigen die Erscheinung an. Die Kinder können sogar mit ihr sprechen. Die Erscheinungen dauern an. Mittlerweile sind es Tausende die diese Erscheinungen miterleben. Und schon bald greift die Polizei ein. Die Kommunisten halten alles für einen Trick der Priester, um eine Revolution anzuzetteln. Der Ortspfarrer Pater Zovko, wird verhaftet; die Kinder zur Untersuchung in eine psychiatrische Anstalt geschickt. Dort aber wurden sie, zum Leidwesen der kommunistischen Behörden, als völlig gesund entlassen. Die Psychiaterin Mulija Dzudza, eine Muslim, stellte fest: „Ich habe nie aufgewecktere Kinder gesehen. Derjenige, der sie hierher geschickt hat, der ist verrückt.“ Gleichzeitig gehen die Erscheinungen weiter, täglich, egal wo die Kinder sich aufhalten – auch in der Kirche.
Sie gibt sich als „Königin des Friedens“ zu erkennen und ruft dringend zu Bekehrung zu Gott auf. Sie ist diesmal gekommen, um ein letztes Mal zur Umkehr aufzurufen und teilt den Sehern je zehn Heimnisse mit, deren letztes ein für die ganze Welt erfahrbares Signal darstellen wird. Ein Franziskanerpater namens Petar Ljubicic wird dieses Geheimnis veröffentlichen, wenn die Zeit gekommen ist. Und immer ging der Kampf der kommunistischen Behörden weiter, die alles unternahmen, um das aufstrahlende Licht der Muttergottes auszulöschen. Aber alles führte zu immer tieferem Glauben der Menschen. Bald finden die Erscheinungen und Botschaften ein weltweites Echo. Seit den Erscheinungen haben sich mehr als 60 Millionen Menschen auf den Weg nach Medjugorje gemacht. Die jährliche Pilgerzahl beträgt aktuell 2,5 Millionen! Das Leben der Pfarrgemeinde, welches nun die gewaltigen Zahlen der Pilger einschließt, umfaßt eine tägliche Gebetszeit von 3-4 Stunden, im Sommer am Außenaltar mit seinen über 10 000 Sitzplätzen:
18:00 Uhr Rosenkranzgebet 19: 00 Uhr Hl. Messfeier ansch. Eucharistische Anbetung. Hinzu kommt die außergewöhnliche Beichtpraxis: täglich finden in den Beichtstühlen oder im Freien rund um die Kirche hunderte von Beichten statt, sodaß dieser Ort der „Beichtstuhl der Welt“ genannt wird.
Außerdem gibt es vormittags die Messfeiern der verschiedenen Nationalitäten, die zumeist eine volle Kirche aufweisen mit vielen konzelebrierenden Priestern am Altar. Die Seher leben ein „normales“ christliches Leben (sind nicht in ein Kloster/einen Orden eingetreten) und wohnen zum Teil, durch ihre Heirat bedingt, in Italien oder den USA und besuchen Medjugorje öfters. Die Erscheinungen sind zwar reduziert, haben aber nie aufgehört. Jede/r Seher/in weiß die Termine für ihre Erscheinung.
Das Leuchtzeichen für eine ernuerte Kirche: Das erneuerte kirchliche Leben.
Medjugorje ist ein Leuchtzeichen für den Weg der Kirche. O wie redet man in der Kirche vom Wandel, von neuen Wegen in die Zukunft, von neuen Programmen und Prozessen. Doch diese Programme sind die Programme von Blinden, die Blinde ins Verderben stürzen:
„Mehr Demokratie!“
„Mehr Emanzipation für Frauen!“
„Mehr Vielfalt auch in sexuellen Neigungen!“
„Mehr Laien in den Diensten!“
„Weniger Priesterzentiertheit!“
Usw, usw. Es ist der Weg in den Abgrund. In Medjugorje meldet sich die Muttergottes energisch zu Wort und zeigt den wahren Weg:
– Konsequente Umkehr zu Gott und zur Weisung Christi. Er ist der
. Erlöser; er ist der Herr der Kirche!
– Die Hl. Messe ist das Zentrum des Lebens!
– Das Gebet, bes. das Rosenkranzgebet vereinigt uns mit dem Leben Christi; schenkt uns Frieden und Schutz für’s Leben!
– Die monatliche Beichte besiegelt und festigt die Bekehrung zu Gott. Ohne Beichte ist Umkehr unmöglich. 
– Das Lesen der Hl. Schrift. Wer die Schrift nicht kennt, kennt Jesus nicht.
– Das Fasten bei Wasser und Brot – am Mittwoch und Freitag. So bringen wir unser Leben unter Kontrolle; d. h. in die Gestalt Christi.
– Die Anbetung Christi in der Hl. Eucharistie: so werden wir empfänglich für die Gnaden Christi.
– Die Betrachtung und Verehrung des Hl. Kreuzes und der Leiden Christi. So empfangen wir die wahre Liebe!
Es ist tief bewegend, wenn man in Medjugorje all dies erlebt. Hier ist die Zukunft der Kirche lebendig. Und sie ist voller Freude und Begeisterung. Wie schön ist es, hier immer so viele Priester auch aus Deutschland zu erleben. Ein Hoffnungszeichen für unser Land, das seit vielen Jahren, geführt und verführt von vielen Bischöfen, Priestern und „Amtslaien“, den Weg der Selbstzerstörung geht.
Danke, Maria?
Am Schluß der vielen Erscheinungen hast du oft den Kindern gesagt: „Danke, daß ihr gekommen seid.“ Aber nein, wir haben zu danken: „Danke, Maria, daß du gekommen bist!“
Liebe Leserinnen und Leser,
ich bin Anton Behrens, geboren am 1. November 1943 in Börgerwald. Seit meiner Priesterweihe 1969 habe ich vielfältige Aufgaben in der Kirche übernommen, wobei mein besonderes Engagement der Jugendpastoral gilt. Meine Arbeit begann in Meppen und führte mich über Neuenkirchen/Bramsche, wo ich maßgeblich an der Gründung der Communität junger Christen (CJC) beteiligt war, weiter nach Hollage und Bramsche. Nach einer Zwischenstation als Krankenhaus-Seelsorger war ich von 2000 bis 2010 Pfarrer in Malgarten und Bramsche. Seit 2010 konzentriere ich mich auf die Seelsorge und die Arbeit mit der CJC, um Menschen aller Generationen zu begleiten.
Mit herzlichen Grüßen,
Anton Behrens

