Petrus – Der Erbe Roms

Petrus – Der Erbe Roms

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Das prophetische Wort Jesu

 

„Sieh, Herr,“ sagte Petrus eines Tages zu Jesus, „wir haben alles verlassen. Was werden wir dafür bekommen?“ Jesus antwortete mit tief bewegtem, prophetischem Geist: „Amen, ich sage euch: wenn die Welt neu geschaffen wird und der Menschensohn sich auf den Thron seiner Herrlichkeit setzt, erdet ihr, die ihr mir nachgefolgt seid, auf zwölf Thronen sitzen und die zwölf Stämme Israels richten. Und jeder, der um meines Namens willen Häuser oder Brüder, Schwestern, Vater, Mutter und Kinder oder auch Äcker verlassen hat, wird das Hundertfache erhalten – wenn auch unter Verfolgungen – und in der kommenden Welt das ewige Leben.“
„Ich aber sage dir: du bist Petrus, der Fels, und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen und die Mächte der Hölle werden sie nicht überwältigen. Ich werde dir die Schlüssel des Himmelreiches geben; was du auf Erden binden wirst, das wird auch im Himmel gebunden sein, und warst du auf Erden lösen wirst, das wird auch im Himmel gelöst sein.“
Und was ist dann geschehen? 
Dieser Mann endet als Zirkusnummer unter dem Gejohle der Massen, schmachvoll, auf eigenen Wunsch mit dem Kopf nach unten gekreuzigt. 
Das Ende? 
Nein. 
Das Wort Christi ist kein leeres Geschwätz. Das zu sehen und zu begreifen soll dieses Buch helfen. 
Verfolgen wir also zunächst das Leben dieses Mannes, dessen Grab exakt unter der gewaltigen Kuppel des Petersdoms zu besuchen ist, um dann das zu betrachten, was danach geschehen ist und wie sich die Verheißung Christi in  unvorhersehbarem Maße  erfüllt. 

 https://www.spiegel.de/geschichte/bildseiten-a-0acfaa2b-0002-0001-0000-000082171669

1. Simon, der Fischer vom See Genezareth.
Über seine Geschichte vor der Begegnung mit Jesus und den folgenden dramatischen Vorgängen wissen fast nichts. 
Nur dies: Simon und Andreas sind die Söhne eines Jona (Johannes) aus Bethsaida, das einige Kilometer von Kapharnaum entfernt auf der östlichen Seite des Jordaneinflusses in den See liegt.
Beide sind streng nach den Jüdischen Geboten erzogen. Die Speise- Vorschriften, Sabbathgebote usw. werden streng befolgt. 
Beide, Simon und Andreas, ziehen irgendwann um nach Kapharnaum. Simon sicherlich im Zuge seiner Eheschließung; und Andreas geht mit ihm. Beide sind sie familiär und durch das Fischereihandwerk fest miteinander verbunden. Von seiner Ehefrau aber hören wir nichts. Auch nichts von Kindern dieser Ehe. Wir müssen annehmen, dass seine Ehefrau früh verstorben ist. Ein harter Schlag für Simon und auch für Andreas. Wir wissen von seiner Ehe nur durch seine Schwiegermutter, mit der er ein inniges Verhältnis pflegt: ihre Erkrankung bereitet ihm heftige Sorgen. Später wird sie auf seine Bitte hin durch Jesus geheilt.  
Kapharnaum besitzt eine Synagoge, so dass wir uns Simon auch als einen aktiven Förderer der Gottesdienste vorstellen dürfen, wenn er auch nicht Synagogenvorsteher ist. Auch die unmittelbare Erwartung des Kommens des Messias ist für Simon selbstverständlich; und damit auch die Hoffnung auf die baldige Errichtung des glanzvollen Davidischen Reiches. Besonders Andreas ist von diesem Glauben ganz erfüllt, so dass er sich zusammen mit seinem Freund Johannes zum Täufer an den Jordan begibt, als dieser seine Predigt- und Tauftätigkeit beginnt. 
Simon und Andreas sind Fischer. Sie besitzen ein eigenes Brot mit Netzen – allerdings ein relativ kleines Boot, sodass ihre Netze nicht tief reichen und sie oft ohne Erfolg von den nächtlichen Fischzügen zurückkehren müssen. Das Leben ist entbehrungsreich, nicht zuletzt auch durch die Steuerlast, die von den römischen Besatzern erhoben wird. Kapharnaum ist Römische Garnisonsstadt mit allen Vor- und Nachteilen. [Eine kleine Nebenbemerkung: Petrus dürfte in seiner frühen Jugendzeit auch von der Varusschlacht im Teutoburger Wald gehört haben. Jener Varus, der Oberbefehlshaber der römischen Legionen, war vorher Procurator von Syrien und Judäa gewesen.] 
Judäa ist mittlerweile durch Rom von der Provinz Syrien getrennt und zur eigenen Provinz erhoben worden und wird durch Römische Prokuratoren beherrscht. Im Jahre 26 kommt Pontius Pilatus als fünfter Prokurator nach Judäa. 

Befreundet sind Simon und Andreas mit den beiden Brüdern Jakobus und Johannes, den Söhnen des Zebedäus und seiner Frau Salome. Zebedäus betreibt seine Fischerei schon als großes Unternehmen und hat mehrere Mitarbeiter. Salome stammt aus der Kleopasfamilie in Nazareth und ist also verwandt mit Maria, Josef und Jesus. 

Simon ist in dieser kleinen Fischerei- Gemeinschaft sicherlich der anerkannte Kopf. Er kann  aufbrausend sein – und tief niedergeschlagen. Er ist  äußerst selbstbewußt und von sich überzeugt. 

Das dürften die bekannten Gegebenheiten im Leben des Simon sein, bis Jesus, nach dem Tod Josefs, mit seiner Mutter Maria nach Kapharnaum übersiedelt und nun also die oben genannten Fischer, vor allem Simon, kennenlernt. 

https://unterrichten.zum.de/wiki/Katholische_Religionslehre/Petrus

2. Die Berufung des Fischers Nun tritt also Jesus, in das Leben dieser Fischer und besonders des Simon ein. Was passiert jetzt?Fassungslos stehen sie alle vor dem ersten großen Wunder Jesu, der Verwandlung von Wasser in Wein auf der Hochzeit zu Kana. 
Tief berührt hören sie die ersten Predigten Jesu, vor allem jene in Nazareth und Kapharnaum, als er sich unerschrocken als Messias zu erkennen gibt und die Befolgung seiner Weisungen fordert und die Schriftgelehrten und Pharisäer ihn wütend vertreiben; ja sogar seine Ermordung als Gotteslästerer planen. 
Und dann erleben sie ihn am Ufer des Sees. Seine Predigten vom nahenden Reich Gottes sind immer beeindruckend. Denn er redet in großer Vollmacht, nicht wie die Schriftgelehrten und Pharisäer. Seine Verkündigung ist verbunden mit dem Erweis der Macht Gottes: Lahme gehen, Blinde sehen, Aussätzige werden rein und Armen wird die frohe Botschaft verkündet. 
Und dann kommt die Schicksalsstunde für Simon und seine Freunde. 
Als sie eines Morgens von ihren nächtlichen Fischzügen erfolglos und niedergeschlagen zurückgekehrt sind, tritt Jesus nach seiner Predigt an sie heran und fordert Simon auf, noch einmal hinauszufahren zum Fischen. Und Simon, der erfahrene Fischer, ist empört und zornig: jetzt, am helllichten Tage herausfahren zum Fischen – das ist vollkommener Unsinn. Die Fische sind ins tiefere Meer gezogen; unmöglich von seinen Netzen erreicht zu werden. Was mag nur diesen Simon bewogen haben, dennoch den Worten Jesu zu folgen? Vielleicht seine bisherige Freundschaft mit ihm; vielleicht aber noch mehr  die innere Wut, diesem Zimmermann aus Nazareth zu beweisen, dass er keine Ahnung hat, er selbst aber, der erfahrene Fischer, der Recht hat. 
Doch nun kommt die totale Wende. Nicht er, sondern der Zimmermann aus Nazareth hat Recht: der jetzt erfolgende Fang ist eigentlich unmöglich, und doch so riesig und überwältigend, dass Simon erschüttert vor Jesus niederfällt und bekennt, dass er ein Sünder ist, weil er nicht geglaubt hat und Jesus überführen wollte. Nun ist Simon bereit zur Nachfolge Jesu. „Komm, Simon, folge mir nach! Von nun an sollst du Menschen fischen.“ 
Das ist die Stunde des Simon und seiner Gefährten. Von nun an werden sie folgen und vertrauen. Sie wissen ja weder, wohin die Wege Jesu führen noch ahnen sie, was „Menschen fischen“ bedeutet. Doch sie folgen. 
Es folgen die drei Lehrjahre für Simon und seine Gefährten, die bald  zu einem Zwölferkreis erweitert werden, die dann von ihm „Apostel“  genannt werden: die Erwählten und Gesandten. 
Es ist an dieser Stelle wohl nicht möglich und sinnvoll,  all die Ereignisse, von denen die vier Evangelien berichten, zusammenzufassen und zu würdigen. Lass uns nur ein paar der entscheidenden Ereignisse aufzählen: 

https://de.wikipedia.org/wiki/Christus_%C3%BCbergibt_Petrus_die_Schl%C3%BCssel_des_Paradieses
– Die Herausforderung des klaren  Bekenntnisses:
Jesus führt die Zwölf in eine einsame Gegend ganz im Norden des Landes, nahe der Herodes-Residenz Cäsarea Philippi und fragt sie: „Für wen halten die Leute den Menschensohn?“ Und als die Apostel einige Propheten benennen, fordert Jesus die Apostel selbst heraus: „Ihr aber, für wen haltet ihr mich?“ Das verlegene Schweigen und Zaudern der Zwölf bricht Petrus, vom Geist erleuchtet, auf: „Du bist der Messias, der Sohn des lebendigen Gottes!“ Und die Antwort Jesu ist weltbewegend: „Selig bist du, Simon, Sohn des Jona, denn nicht Fleisch und Blut haben dir das offenbart, sondern mein Vater im Himmel. Und ich sage dir: Du bist Petrus, der Fels, und auf diesem Felsen werde ich meine Kirche bauen und die Mächte der Hölle werden sie nicht überwältigen. Dir gebe ich die Schlüssel des Himmelreiches. Alles was du auf Erden binden wirst wird auch im Himmel gebunden sein. Und alles was du auf Erden lösen wirst, wird auch im Himmel gelöst sein!“
Ja, das ist weltbewegend. Das wird sich noch erweisen. 

– Die Treue zur Butschaft Christi
Dann findet die große  Brotvermehrung statt und die folgende Verkündigung vom wahren Brot des Himmels, seinem Fleisch und Blut, das wahres und ewiges Leben schenkt. Und als die Menschen empört und wütend fortlaufen, angewidert vom Wort Christi von seinem Fleisch und Blut: „Wie kann der uns sein Fleisch und Blut als Speise geben?“ da stellt Jesus auch die Zwölf vor die Entscheidung: „Wollt auch ihr weggehen?“ Und Simon ist es, der vom Heiligen Geist bewegt die Situation rettet und eine Zukunft ermöglicht. Denn tatsächlich: Jesus hatte alles auf diese Karte gesetzt. Undenkbar, was passiert wäre, wenn tatsächlich auch die Apostel weggegangen wären! „Wohin sollen wir gehen? Du allein hast Worte des ewigen Lebens!“ Simon ist es, der den Weg in die Zukunft bahnt. 

https://de.wikipedia.org/wiki/Verkl%C3%A4rung_des_Herrn
– Das Erlebnis der Herrlichkeit des  Menschensohnes. 
Hören wir dazu den ganzen Bericht des Evangeliums:
Und Jesus nahm den Petrus, den Jakobus und den Johannes beiseite und stieg mit ihnen auf einen Berg, um zu beten. Und während er betete, veränderte sich das Aussehen seines Gesichtes, und sein Gewand wurde leuchtend weiß. Und plötzlich redeten zwei Männer mit ihm. Es waren Mose und Elia; sie erschienen in strahlendem Licht und sprachen von seinem Ende, das sich in Jerusalem erfüllen sollte. Petrus und seine Begleiter aber waren eingeschlafen, wurden jedoch wach und sahen Jesus in strahlendem Licht und die zwei Männer, die bei ihm standen. Als die beiden sich von ihm trennen wollten, sagte Petrus zu Jesus: Meister, es ist gut, dass wir hier sind. Wir wollen hier drei Hütten bauen, eine für dich, eine für Mose und eine für Elia. Er wusste aber nicht, was er sagte. Während der noch redete, kam eine Wolke und warf ihren Schatten auf sie. Sie gerieten in die Wolke hinein und bekamen Angst. Da rief eine Stimme aus der Wolke: Dies ist mein auserwählter Sohn, auf ihn sollt ihr hören! Als aber die Stimme erklang, war Jesus wieder allein. 
Dies war zunächst ein Geheimnis, das nur für diese drei Auserwählten bestimmt war. Erst nach der Auferstehung konnten sie davon sprechen. 
So wurde Petrus mit den beiden anderen in einer ganz einzigartigen Weise in das Geheimnis Christi eingeweiht und somit eine Struktur für die künftige Kirche geschaffen: der Papst und seine engsten Mitarbeiter, seine Kardinäle und geisterfüllten Kirchenlehrer, sind es, die mehr als andere in das Geheimnis Christi eintauchen und auf Christi Wort und Botschaft allein hören, es vertreten und verkünden. Aus diesem Geheimnis und seiner Strahlkraft lebt die Kirche, 

https://bildersammlung-prehn.de/de/prehn/der-reuige-petrus 
– Die Erfahrung von Schwäche und Schuld. 
Wir müssen uns nun einer Szene zuwenden, welche die schrecklichste und dunkelste im Leben des Simon Petrus ist: sein Versagen angesichts des Leidens Christi. 
Wie hatte er doch im Abendmahlsaal getönt: „Niemals sollst du ausgeliefert werden. Und wenn alle dich verlassen, Ich nicht. Und wenn ich für dich sterben muss, ich werde dich niemals verlassen!“ Jesus hatte ihm geantwortet: „Simon, Simon, ehe der Hahn kräht, wirst du mich dreimal verleugnen!“ Und so geschah es. Simon Petrus versagte vollständig. 
* Als Jesus die schrecklichsten Seelenqualen erlitt und er den Dreien, die bei ihm auf dem Berge seine Herrlichkeit geschaut hatten, auftrug, mit ihm zu beten und zu wachen, da schliefen sie ein. 
* Als Jesus von der Meute der Hohenpriester umzingelt und gefangen genommen wurde, da schlägt Petrus in einem Anflug von Zorn mit dem Schwerte drein, doch wird er deswegen von Jesus getadelt und dann flieht er mit den anderen feige davon. 
*Als Jesus dann im Gerichtssaal vorgeführt wird und Petrus draußen heimlich bei den Dienern und Mägden herumschlich, und dabei entdeckt und enttarnt wird, da leugnet er dreimal, Jesus überhaupt zu kennen. Der folgende Hahnenschrei reisst ihm sein Gewissen auf und er weint bitterlich über sein Versagen. 
*Als Jesus dann verurteilt und zur Hinrichtung geführt wird, ist Petrus nirgendwo zu finden. Nur Johannes mit Mutter Maria und Magdalena folgten ihm bis unter das Kreuz. 
Dies werden die bittersten Stunden für Simon Petrus. Wer mag sich in das Innere des Petrus versenken? 

– Der wankende und wieder gefestigte Felsen
Und Jesus sprach: „Simon, Simon, der Satan hat verlangt, dass er euch wie Weizen sieben darf. Ich aber habe für dich gebetet, dass dein Glaube nicht erlischt. Und wenn du dich wieder bekehrt hast, dann stärke deine Brüder!“
Ja, Petrus und die Apostel werden gesiebt wie Weizen; gesiebt in den unerbittlichen Maschen des Leidens.
Und nur das Gebet ihres Meisters hat sie gerettet. 
Und nun wird mit ihnen ein neuer Anfang gesetzt: die Erweckung durch die Erfahrung der Auferstehung ihres Herrn. 
Was war nun mit der Felsenkraft des Simon Petrus? War es nicht nur noch ein armseliges Häufchen tränenüberströmte Hilflosigkeit?
Der Felsen droht in Traurigkeit und Hoffnungslosigkeit zu versinken. 
„Du aber, stärke deine Brüder!“ hatte der Herr ihm in der Abendmahlsnacht gesagt. Und jetzt? 
Dies ist die härteste Lektion seiner dreijährigen Lehrzeit bei Jesus: den Abgrund seiner Schwäche und Schuld zu sehen, aus dem ihn nur der Herr selbst herausholen konnte. Wie damals auf dem See, als der Herr ihn emporriß und vor dem Ertrinken bewahrte. Er musste lernen, ja bis in seine tiefsten Seelenfalten verstehen, daß seine Felsenstärke nicht aus ihm selbst kommt, sondern vom Herrn. 

Wie geschieht diese Neuaufrichtung des Felsens? Zunächst durch die Frauen, die in der Frühe am Grab sind und es leer finden und die sogar berichten können, dass sie den Auferstandenen gesehen hätten. 
Noch glaubt Petrus nicht. Noch ist er nicht voll wiederhergestellt. 
Aber der Herr kommt selbst in ihre Mitte und und zeigt sich als der wahrhaft Auferstandene.
Er erscheint ganz persönlich auch dem Petrus. Und alle  empfangen sogar die Vollmacht, Sünden zu vergeben. Alles ist vergeben und gut. 

Der Felsen steht wieder. Was wird er noch erleben? 

https://jovenconvocacionreligiosa.blogspot.com/2010/06/ayudemosle.html
– Der Hirte für alle Lämmer und Schafe 

Einer der herrlichsten Auferstehungstage bricht an. Am See. Am Ufer in Kafarnaum, wo noch das Boot von vor drei Jahren liegt. 

Noch herrscht Ratlosigkeit. Und Petrus und seine Gefährten gehen wieder fischen. Was sonst? Doch dann reißt der Auferstandene wiederum das Ruder herum. Er steht am Ufer, wie vor drei Jahren und man erkennt ihn zunächst nicht. Er bereitet ihnen das Frühmahl und lässt sie wieder den großen Fischfang erleben. Da erkennen sie: „Es ist der Herr.“ Ein heiliger Atem liegt über diesem Ostertag. 

Und dann nimmt Jesus den Simon beiseite. Eine der intimsten und erschütternsten Szenen folgt nun. 

„Simon, Sohn des Johannes, liebst du mich mehr als diese hier?“ Und noch ganz selbstbewusst antwortet Simon:

„Ja, Herr du weißt, dass ich dich liebe“. Und Jesus: „Weide meine Lämmer!“ Zum zweiten Mal fragt Jesus ihn: „Simon, Sohn des Johannes, liebst du mich?“ Und er antwortet ihm: „Ja, Herr du weißt, dass ich dich liebe.“ Jesus: „Weide meine Schafe!“ Und zum dritten Mal fragt er ihn: „Simon, Sohn des Johannes, liebst du mich?“ Da wird Petrus traurig, weil Jesus ihn zum dritten Mal gefragt hatte: Liebst du mich? Und in seinem Innern tauchen die dunklen Stunden im Hof des Hohenpriesters auf und sein klägliches Versagen vor den Dienern und Mägden. Tränenerstickt gibt er ihm zur Antwort: „Herr, du weißt alles; du weißt auch, dass ich dich liebe!“ Und Jesus sagt zu ihm: „Weide meine Schafe!“ Das ist eine extrem tief berührende Szene: Petrus weiß, daß Jesus ihn auf seine dreifache Verleugnung anspricht – und sie gleichzeitig in göttlicher Größe und Liebe auslöscht, ja sie sogar überwältigend in die größte Sendung wandelt. Wie unbeschreiblich ist das!? 

Nun ist Simon Petrus nicht nur der Fels, auf dem alles steht und auf den nun die ganze Zukunft der Kirche errichtet wird, bis in die fernsten Jahrhunderte mit all ihren Angriffen und Siegen, mit ihren Brüchen und Neuaufbrüchen; nun ist er auch der Oberhirte der „Lämmer und Schafe“, der ganzen Menschheit! Der gute Hirte, der sein Leben hingibt für die Schafe. 

Der Hirte, der seine Herde auf die gute Weide führt und an erquickliche frische Wasserquellen. Der Hirte, der sich den Wölfen entgegenstellt: all den Irrlehren und Giftpfeilen der Feinde. 

Was für ein Weg liegt nun schon hinter ihm! 

Vor drei Jahren noch der kleine Fischer von Kapharnaum

– dann zum Menschenfischer berufen – und jetzt zum Oberhirten der ganzen Menschheit!
Wohin wird das noch führen? Der Weg ist noch lange nicht zu Ende. 
„Als du jung warst, Simon, hast du dich selbst gegürtet und gingst, wohin du wolltest. Wenn du alt geworden bist, wird ein anderer dich gürten und dich führen, wohin du nicht willst.“ So deutete ihm Jesus nach seiner Bestellung zum Oberhirte an, auf welche Weise er einst sterben werde. 
Das ist ein Blick in die nächsten 40 Jahre des Simon. Folgen wir dieser spannenden und ergreifenden Geschichte. 

  1. Eintritt in das Amt des Stellvertreters. 

– Die ersten 40/50 Tage. 

Die drei Lehrjahre bei Jesus nehmen den ganzen Raum der vier Evangelien ein und immer und immer, in jeder Messfeier, wird aus diesen Evangelien gelesen. 

Kommt dabei vielleicht die folgende Zeit zu kurz? Es sind nur 40, bzw. 50 Tage – die aber sind von einer solchen Dichte und Fülle, dass sie hier unbedingt einen eigenen Platz haben müssen.

Denn was alle geschieht hier!

https://www.meinekirchenzeitung.at/niederoesterreich-kirche-bunt/c-glaube-spiritualitaet/welcher-friede-denn_a74888

* Zunächst die umstürzende Erfahrung des Auferstandenen. 

Daß jener so elend am Kreuz Gestorbene tatsächlich lebt; daß sein Leben in ganz neuen Dimensionen stattfindet: allgegenwärtig – geistig – und doch konkret anwesend; sprechend, essend, berührend…; mit den Todeswunden am Leib und doch lebend…. Petrus und alle Apostel mit den Frauen und Brüdern – alle erleben sie Jesus nun in neuen Dimensionen. 

Und nun tritt er auch ganz neu als Lehrmeister auf. Hatten sie bisher von der Neuerrichtung des Davidischen Königreiches geträumt, so mußten sie nun eintauchen in ganz andere Vorstellungen vom Reich Christi. 

Sie lernen, die Eucharistie, das „Brotbrechen“ des Abendmahles, als Realisierung und Vollendung der Erlösung Israels zu vollziehen; sie lernen, das Sakrament der Vergebung zu verwalten. Sie werden neu in das Geheimnis der Kirche als neues Israel eingeweiht und sie  vollenden wieder den Zwölferkreis als Fundament der Kirche, als neuen Zwölf-Stämme-Bund. Vierzig Tage geht er so bei ihnen ein und aus. Eine einzigartige Vollendung des Evangeliums. Nun können sie mit neuen Augen die Psalmen und die Propheten lesen und die drei Jahre mit dem leiblichen Jesus verstehen. 

Und dann werden sie gerufen, mit ihm den Ölberg hinaufzusteigen, um wieder ein neues begeisterndes Erlebnis zu haben: den Aufstieg des Herrn in den Himmel, ihre Sendung zur Bekehrung und Taufe der ganzen Welt; die Botschaft von der Inthronisation Jesu als Herr und König zur Rechten des allmächtigen Vaters und die Verkündigung seiner Wiederkunft am Ende der Welt als Richter über alle Welt, über Lebende und Tote. 

https://www.thestudiesinthescriptures.com/Pages/English/Eng%20PD/Eng%20PD%2070-79/EngPD%2073.htm

* Der begnadete Prediger der Kirche des Heiligen Geistes. 

Sie kehren alle zum Abendmahlssaal zurück. Petrus als Haupt; Mutter Maria als Seele dieses ersten neuen Leibes Christi. Neun Tage und Nächte sind sie zusammen, 

lesen die Propheten, singen die Psalmen, beten um den verheißenen Heiligen Geist, verharren in Stille. Die Türen verschlossen; die Welt ringsum ist abgeschieden. Beim Psalmengebet erfährt Petrus eine innere Eingebung. Angeregt durch Worte in den Psalmen, die sich auf den schrecklichen Verrat und Tod des Judas beziehen, erkennt er, daß der Zwölferkreis der Apostel wieder hergestellt werden muß: sie ist das Grundgestein der Kirche. So ist es der Wille Jesu. Er erhebt sich, um diesen Willen des Herrn zu erfüllen und eine Wahl durchführen zu lassen. So wird Matthias zum neuen 12. Apostel berufen. 

Und dann bricht der 50. Tag nach der Auferstehung an. Seit Tagen füllen sich draußen die Straßen und Plätze mit einem Stimmengewirr aller Völker ringsum. Es ist der Wallfahrtstag der Völker. Ostern, Pascha, das Fest des Auszug aus Ägypten, ist das Fest der Israeliten Palästinas. Dieser 50.Tag ist das Fest der in aller Welt zerstreuten Israeliten, die herbeikommen, um den Bundesschluss am Sinai zu feiern und den Zug Israel’s durch die Wüste ins Gelobte Land.  Es ist Frühsommer, die Schifffahrt und die Straßen und Wege des römischen Reiches sind wieder frei für Fahrten und Pilgerreisen zu Meere und zu Lande. Und während sich an diesem 50. Tag die Masse der Pilger zum Tempel bewegt geschieht oben auf dem Zionsberg Spektakuläres: Düsteres Gewölk zieht auf, blutrot schimmernde Wolkenformationen quellen hervor. 
Das Volk eilt erschrocken und neugierig zum Zion empor. Da fallen Feuerzungen herab. Beginnen die Gebäude zu brennen? Nein. Nichts. Alles bleibt ruhig. 
Nur drinnen richten die Flammen ein Feuer an: ein geistiges Feuer. Die Apostel werden ergriffen vom Heiligen Geist, erkennen den Auftrag der Stunde, reißen Türen und Fenster auf, um zu all den Menschen vom Messias zu sprechen, der drüben auf Golgotha vor 50 Tage gekreuzigt wurde; der aber auferstand zu neuem Leben. Und diese Galiläer, diese Fischer, die nur in ihrem Dialekt zu sprechen fähig sind, werden von allen verstanden! Ihre Begeisterung und Geisteskraft reißt die Menschen mit, auch wenn sich da Pharisäer und Schriftgelehrte  zusammenraufen und höhnen, daß da wohl nur Betrunkene herumschwadronieren. Und dann bricht die Stunde des Petrus an. Er steigt auf ein Podest und hält die Predigt seines Lebens. Unglaublich, dieser Fischer von Kapharnaum vermag frei heraus den Propheten Joel zu zitieren und erklärt die Naturereignisse und das Sprachenwunder als Erfüllung seiner Prophetie von der Geistsendung am Ende der Welt. Wer wird im untergang der Welt Geretet? Petrus holt zum entscheidenden Schlag aus: „Nur wer den Namen des Herrn anruft, wird gerettet! Diesen Herrn  aber habt ihr gekreuzigt, obwohl ihr alle seine Zeichen und Wunder erlebt habt. Aber er wurde gemäß der Verheißung von den Wehen des Todes befreit und Gott hat ihn zum Herrn und Messias gemacht – ihn, den ihr gekreuzigt habt.“ Und Petrus ruft zur Taufe auf, wie es der Herr bei seiner Himmelfahrt befohlen hatte. „Laßt euch retten aus dieser verdorbenen Generation!“
Mit welcher Innigkeit und Leidenschaft muß diese Predigt erfolgt sein, daß sich am Ende 3000 Menschen taufen lassen! 
Nun wird Petrus mit einem Schlage das Haupt einer Weltkirche. Der Herr hatte aufgetragen, in die ganze Welt zu gehen – doch während sie noch im Saal eingeschlossen sind, kommt schon die Welt zu ihnen. 
Und Petrus ist unangefochten der tellvertreter des Herrn auf Erden. 
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* Das Haupt der Urgemeinde in Jerusalem. 

 

Nun bildet sich die Urgemeinde unter seiner Führung. Es wird eine sehr ideale Gemeinschaft : Sie verkaufen ihr Hab und Gut, und legen den Erlös den Aposteln zu Füßen und jeder bekommt zugeteilt, was er zum Leben braucht. Niemand leidet Not. 

Tag für Tag sind sie Im Tempel und zeigen sich als wahre Israeliten. In ihren Häusern aber halten sie miteinander das Mal des Herrn. Täglich kommen Menschen hinzu und sie sind insgesamt sehr angesehen in der Stadt. 

Und dann kommt es sogar zu einem spektakulären Heilungswunder. Petrus, mit Johannes auf dem Weg in den Tempel, wird von einem Gelähmten um ein Almosen gebeten. Petrus aber kann ihm kein Geld geben – stattdessen, erfüllt von einer Inspiration, spricht er zu ihm: „Im Namen Jesu Christi, des Nazoräers, geh umher!“ Und tatsächlich kommt Kraft in seine Beine. Er steht auf und springt umher. Und als viel Volk zusammen läuft und über Petrus und Johannes staunen, ergreift wiederum Petrus das Wort und hält eine mitreißende Predigt. Er erklärt, daß nicht sie als Menschen es sind, die solches Wunder vollbringen, sondern allein Jesus , der vor kurzem gekreuzigt wurde, aber auferstand und lebt. Das aber ruft die Hohenpriester  auf den Plan und sie werden direkt verhaftet und eingesperrt. Die folgende Gerichtsverhandlung wird zum Bumerang für sie. Denn sie können Ihnen nichts Strafwürdiges vorwerfen. Sie werden freigelassen – aber unter Drohungen und unter der Auflage, nie mehr Im Namen Jesu zu predigen. Natürlich eine völlig leere Drohung und als Petrus und Johannes wieder in der Gemeinde ankommen, erheben sich alle zu einem begeisterten und starken Gebet, sodass der Ort bebt an dem alle vom Heiligen Geist erfüllt werden. Nun erst recht beginnen sie alle mit allem Freimut zu predigen.

Petrus steht vor dem Volk in höchstem Ansehen. Denn es geschehen weiter Zeichen und Wunder im Volk. Immer mehr Menschen schließen sich der Gemeinde an. Selbst die Kranken werden herbeigetragen und man legt sie auf Betten und Baren, damit, wenn Petrus vorbeikommt, wenigstens sein Schatten auf sie fällt. 

Und wieder treten die Feinde voll Eifersucht hervor und man lässt die Apostel alle verhaften und ins öffentliche  Gefängnis werfen. 

Aber auch diesmal muss man sie zähneknirschend freigeben. Es gibt einfach keine schlüssige Anklage. Auch innerhalb der Gemeinde übt Petrus eine unangefochtene Stellung als Stellvertreter Christi und als vom Heiligen Geist Erfüllter ein. Als ein gewisses Ehepaar Hananias und Saphira, die Gemeinde zu betrügen versuchen, indem sie ein Grundstück verkaufen, dann scheinheilig einen Betrag abgeben, den Großteil des Erlöses aber für sich behalten. Als Petrus den Hananias zur Rede stellt und ihm den Betrug vorhält, stürzt dieser zu Boden und stirbt. Als kurz darauf nichtsahnend seine Frau Saphira herantritt und denselben Betrug versucht, wird auch sie von Petrus überführt und und bricht auf der Stelle tot zusammen. Die Autorutät des Petrus ist unangefochten.

Noch eine weitere wichtige Weichenstellung wird in der Urgemeinde vollzogen. Als es wegen dem Zustrom vieler Menschen zu Ungerechtigkeiten in der Versorgung

der Armen und Witwen kommt, sehen Petrus und die Apostel sich zu einer wichtigen Maßnahme gedrängt. Sie lassen sieben fähige Männer wählen, die nun als Diakone wirken, damit die Apostel selbst sich weiterhin mit aller Kraft dem Gebet und der Predigt widmen können.
https://www.meisterdrucke.de/kunstwerke/1260px/Orazio_Samacchini_-_The_Stoning_of_Saint_Stephen_-_%28MeisterDrucke-823437%29.jpg

 

 

 

Die Steinigung des Stefanus

 


Doch dann bricht eine eine schwere und tödliche Verfolgung aus. Die lange aufgestaute Wut bei den fanatischen Pharisäern und Hohenpriestern bricht sich Bahn. Auslöser ist ausgerechnet einer der Diakone, die vor kurzem gewählt wurden. Es isr der Diakon Stephanus, der mit allem Freimut und mit unwiderstehlicher Kraft von Christus predigt und den Hass einiger fanatischer Synagogen auf sich zieht. 

Nach einer dieser gewaltigen Predigten kennt der Haß keine Grenzen mehr. Sie ergreifen ihn, schleppen ihn zur Stadt hinaus und steinigen ihn an Ort und Stelle. Verantwortlich für diese Mordtat ist ein gewisser Saulus aus Tarsus. 

Und dieser Saulus wird nun zum Anführer einer umfassenden Verfolgung der Kirche. Er entschließt sich, diese Sekte zu vernichten. So werden sie alle in die Umgebung von Judäa und Samarien zerstreut. Nur die Apostel wagen zum Teil in Jerusalem zu bleiben, beginnen aber auch mit Missionsreisen. Philippus bereist Samarien und Gaza und trifft auf den Kämmerer der Königin Kandake von Äthiopien, den er taufen kann. Petrus und Johannes folgen den zerstreuten Christen in Samarien, wo nun die Botschaft Christi aufgenommen wird, so dass Petrus und Johannes vielen dort den Heiligen Geist spenden können. Es ist die erste Firmreise der Kirchengeschichte. 

Mitten in diese Turbulenzen platzt plötzlich ein ganz neues, völlig unerwartetes Ereignis. Ausgerechnet jener Saulus, der mit ganzem Fanatismus die Kirche auszulöschen sucht, wird auf einer Reise nach Damaskus, von wo er die dorthin zerstreuten Christen gefangen nach Jerusalem führen will, von der Erscheinung Christi überwältigt und wird mit einem Schlage zum großen Werkzeug Christi, der den Aufbruch der Kirche in die ganze Welt vorantreiben wird. In diesem Zusammenhang kommt es dann wieder zu einer Phase der Ruhe für die Kirche. 

Petrus bereist nun die Küstenstädte Lydda und Joppe und kann den Römischen Hauptmann Cornelius in Cesarea am Meer zur Taufe führen. 

Ein ganz zukunftsträchtiger Aufbruch entsteht dann In Syrien. In der Hafenstadt Antiochia entsteht eine sehr rührige Gemeinde, in der die Gläubigen zum ersten Mal Christen genannt werden. Diese Stadt wird bald 

zum Ausgangspunkt der Missionsreisen des heiligen Saulus-Paulus werden. 

In Jerusalem aber schlägt noch einmal der Hass der jüdischen Feinde zu. Jetzt läßt sich König Herodes Agrippa

in eine Verfolgung einspannen, weil er sich so bei den Jüdischen Fanatikern beliebt machen kann. Er lässt einige Christen in Jerusalem verhaften und misshandeln. Jakobus, den Bruder des Johannes, lässt er mitten in der Stadt festnehmen und mit dem Schwert hinrichten. Petrus lässt er verhaften und ins Gefängnis werfen. 

Er wird jedoch durch einen Engel auf  wunderbare Weise befreit und steht plötzlich wieder vor der Tür bei der Gemeinde. 

Nun aber verlässt Petrus Jerusalem und geht nun ganz andere Wege. 

Hier enden die Berichte der Evangelien und der Apostelgeschichte

über Leben und Wirken des Petrus – 

    mit einer Ausnahme: dem

    Apostelkonzil. Doch davon später. 

https://elordenmundial.com/mapas-y-graficos/mapa-imperio-romano/

    1. Der Weg nach Rom. 

     

    Petrus verlässt Jerusalem und geht an einen „anderen Ort“. In der Heiligen Schrift finden wir keine Hinweise darauf, welches dieser andere Ort ist.

    Aber sicher ist, dass er ab dem Jahre 43/44, also ein Jahr nach dem Martyrium des Jakobus und seiner Befreiung aus dem Kerker, in Rom ist. Von dort aus schreibt er die zwei Briefe, die in der Heiligen Schrift zu finden sind. Da diese Briefe an die Christen in Pontus, Galatien, Kappadokien, der Provinz Asien und in Bithynien

    gerichtet sind, also im nördlichen und westlichen Kleinasien, muß man davon ausgehen, daß er diese auf seiner Reise von Jerusalem aus kennengelernt hat und weiter im Kontakt mit ihnen steht, sodaß er  ihre

    Situation kennt. 

    Man muß annehmen, daß er zunächst nach Antiochien ging, dessen Gemeinde er schon kennt. Dort gibt es bis heute eine starke Tradition, sogar eine eigene Kirche, die sich als von Petrus gegründet versteht.

    Aber er kann hier nicht lange verweilen haben, weil er dann über die oben genannten Stationen weiter nach Rom gezogen ist. 
    Ab dem Jahre 43 lebt Petrus also in Rom und ist hier Haupt der Kirche. 

    Es gibt keine Hinweise darüber, welche

    äußeren Anstöße es für ihn gegeben hat, nach Rom zu gehen. Wir können uns aber vorstellen, daß es für ihn zwei Beweggründe gab:

    * Der erste mag der Universalauftrag

    Christi gewesen sein: „Geht in die ganze Welt…“ Und da Rom das absolute Zentrum der Welt ist, ist es nur logisch, als Haupt der Kirche von hier aus zu wirken und die Fäden der

    Welt zusammenzuhalten. Hier ist das

    Zentrum des „Spinnennetzes“ der Kirche. 

    * Der zweite Grund, sicher mit dem esten zusammenhängend, darf doch

    gewiß die besondere Inspiration des Heiligen Geistes und die Vorsehung

    Christi gewesen sein! Christus wollte seine Kirche im Zentrum der Welt errichten und mit diesem Zentrum die ganze Welt erobern. Seine Kirche sollte eine Weltkirche sein, keine Randerscheinung. 

    https://www.geo.de/wissen/weltgeschichte/altes-rom--so-sah-der-alltag-in-der-antiken-metropole-aus-30742566.html

    4.Die ersten sieben Jahre. 
    Als Petrus um das Jahr 43/44 in Rom ankommt, findet er dort schon eine kleine Gemeinde vor. Eine spezielle Gründungsgeschichte für diese Gemeinde gibt es nicht: sie entsteht anscheinend wie von selbst, weil alle Welt nach Rom zieht. Es gibt dort schon eine starke Jüdische Gemeinde. In der Apostelgeschichte lesen wir,  daß sich am Pfingsttag unter den  Getauften auch Römer befanden. Und wir wissen vom Hauptmann von Kapharnaum, daß er mit seinem ganzen Hause gläubig wurde. Ebenso der Hauptmann Longinus, der das Herz Jesu durchstach und niederfiel bekannte: „Wahrlich dieser war Gottes Sohn!“ Und den Cornelius in Cäsarea am Meer konnte einst Petrus selbst taufen. 

    Ob Petrus alle diese Leute in Rom traf, wissen wir nicht. Die Nachrichten von einem Messias-König der Juden und einer Wende der Weltgeschichte erreichten aber auch viele Menschen in Rom. Rufus und Alexander, die Söhne des Simon von Cyrene aber, der Jesus das Kreuz trug, leben mittlerweile in Rom. Ebenso das äußerst aktive gläubige Ehepaar Prisca und Aquila. Auch viele Christen sind gleichsam wie von selbst von Rom

    magnetisch angezogen. 

    Darauf kann Petrus bauen, als er hier in der Regierungszeit des Kaisers Claudius ankommt. 

    Petrus nennt diese Stadt „Babylon“. 

    Natürlich wegen des ungezügelten Machtstrebens der Römischen Eliten. Gerade macht man sich daran, Britannien zu unterwerfen. 

    Aber auch wegen den vielen skrupellosen Morden in den Eliten: Im Jahre 41 wird der Kaiser Caligula ermordet, um Claudius

    auf den Thron zu setzen; um 54 wird auch dieser ermordet, um Nero an die Macht zu bringen. Später wird auch dieser zum Selbstmord gezwungen. Aber diese Stadt war auch ein Babylon wegen des unzählbaren Sprachengewirrs und 

    abstrusesten religiösen Kulte, die alle nur durch den Römischen Götter- und

    Kaiserkult wie unter einer Glasglocke

    zusammengehalten werden. Und vor allem ist sie ein Babylon wegen des sittlichen Verfalls. Längst sind die Zeiten altrömischer Sittenstrenge

    vorbei. Krieg und Gewalt – früher mitten in Italien und Rom grassierend; zuletzt die Rachezüge für die Ermordung Cäsars – Krieg gab es nur noch draußen bei den Barbaren, bei Germanen und Skythen. Jetzt läßt Wohlstand und Sicherheit hemmungslose Spiel- und Genußsucht sprießen. Wagenrennen im Circus Maximus werden täglich von Tausenden Müßiggängern besucht. Wahrsagerei und Bordellbetriebe findet man an fast jeder Straßenecke und homosexuelle Praktiken gesellten sich dazu. 

    Paulus wird in seinem Römerbrief die Verdorbenheit Roms schonungslos geißeln.

    Hier sammelt Petrus die Christen und alle Menschen guten Willens, die erkennen, daß diese Lebensweisen die Menschen ins Verderben stürzen. Mit unerbittlichen Klarheit stellt er allen die  Notwendigkeit eines strengen, sittlichen Lebenswandels vor Augen, um gerettet zu werden. Immer verkündet er den Auferstandenen, der wirklich lebt und in jeder Eucharistiefeier sein Fleisch und Blut zur Speise der Unsterblichkeit darreicht. Dieser Lebenswandel aber

    weckt bei den meisten Römern Spott und Hohn. Was sind das für Menschen, die vor den dargebotenen Vergnügungen geradezu fliehen? Sind sie nicht normal? Krankhafte Feinde der Menschheit? Und die Behörden werden auf sie aufmerksam: sie beteiligen sich nicht an den Römischen Staatsfeiern; weigern sich den Göttern und dem Kaiser die gebotene Ehre zu erweisen und ihnen die Weihrauchopfer darzubringen; auch die üppigen Götteropfer-Mähler

    meiden sie. Sind es subversive, zerstörerische Kräfte? Die Gerüchteküche brodelt: Im Verborgenen, so raunt man, halten sie ihre abartigen Versammlungen ab, bei denen sie einen nackten Toten am Kreuz anbeten, angeblich sein Fleisch essen und sein Blut trinken. Wie soll das möglich sein, wenn jener Christus doch schon vor 20 Jahren hingerichtet wurde? Was für Unmenschen, was für verirrte Geisteskranke, müssen das sein – diese „Christen“! 

    Noch härter aber wird der Zusammenstoß mit den gesetzestreuen Juden. Natürlich verfolgt Petrus seinen Missionsweg über die Juden. Ihnen verkündet er Tag und Nacht, daß der erwartete Retter in 

    Christus schon gekommen ist und daß sie nun gerufen sind, diesem neuen Weg zu folgen. Einen Gekreuzigten, vom Hohen Rat zum Tode verurteilten

    Gotteslästerer sollen sie als Messias anbeten? Aber die Beweiskraft des Petrus ist unwiderleglich und die Wunder und Zeichen sind absolut offensichtlich. So kommt es immer wieder zu Tumulten, da viele die Synagogen verlassen und zu den christlichen Gebetsstätten gehen. Es kommt zu Aufständen und Unruhen in der Stadt; Juden bekämpfen Juden, sodaß Kaiser Claudius alle Juden und Judenchristen aus Rom verbannt, um die Ruhe wieder herzustellen. 

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  1. Jerusalem zur Zeit Jesu und der Apostel

    1. Das Konzil in Jerusalem. (48/49). 

        Die Weichenstellung zur Weltkirche. 

     

    So kommt es, daß Petrus um 48/49 wieder in Jerusalem weilt und die meisten anderen Apostel ebenso. Auch Johannes hat mit Mutter Maria

    zu dieser Zeit die beschwerliche Reise

    von Ephesus nach Jerusalem unternommen. Ein heftiger Streit innerhalb der Kirche mußte geklärt werden, die besonders durch die Missionsarbeit des Paulus heraufbeschworen wird: Christen, die vom Judentum zum Christentum gekommen waren, konnten sich nicht vorstellen, daß nunmehr ihre altehrwürdigen und heiligen Gesetze aufgehoben sein sollten. Würde das nicht die Existenz des Judentums ins Mark treffen? Hatte der Herr nicht gelehrt, daß kein Buchstabe und kein Jota des Gesetzes aufgehoben werden sollte, bis nicht alles erfüllt sei – also bis zum Jüngsten Gericht?

    Diese Frage erhitzt die Gemüter und spaltet die Kirche. Der Streit entzündet sich am Kerngebot des Judentums: der Beschneidung. Diese wird natürlich an den Neugeborenen schon nach acht Tagen vollzogen. Und nun sollen alle erwachsenen Männer dieser Prozedur unterzogen werden? 

    Unvorstellbar!
    https://de.wikipedia.org/wiki/Apostelkonzil
    Gott sei Dank ist Petrus zugegen und er übt sein Hirtenamt entschlossen und geistvoll aus. Er beharrt nicht auf seine persönliche Weisungbefugnis, sondern verweist auf die Entscheidung, die Gott selbst schon getroffen hat. Zwei Argumente führt er auf:

    1. Gott hat den Heiden direkt Ohren und Herzen erschlossen. Denn auch seine, des Petrus, Verkündigung haben sie angenommen, ohne zuvor in die Gesetze und das Leben des Judentums aufgenommen worden zu sein. 
    2. Gott hat den Heiden ebenso wie uns

    den Heiligen Geist gegeben. Gott machte keinen Unterschied. Also dürfen auch wir keinen Unterschied machen. Denn es rettet allein die Gnade Christi, nicht die Erfüllung der Gesetzesjoche, die ohnehin selbst von Juden kaum eingehalten werden kann. 

     

    So wird Petrus endgültig der Hirte der Weltkirche. Er stößt zusammen mit Paulus die Tore zur Mission der Völker auf. Unfaßbar was geschehen wäre, wenn die Kirche vor die Spendung der Taufe die Verpflichtung der Beschneidung gesetzt hätte! Die Ausbreitung der Kirche und des christlichen Glaubens wäre unmöglich

    geworden. Und nun kann Paulus seine Missionsarbeit bei den Heiden fortsetzen und Petrus kann gestärkt in das heidnische Rom zurückkehren. 

     

    https://de.pinterest.com/pin/799318633839609142/

    1. Die Erprobung in der Feuersglut. 

     

    Wann wurde die Ausweisung der Juden aufgehoben, sodaß Petrus wieder nach Rom  zurückkehren konnte? 

    Kaiser Claudius, der am Ende geistig verwirrte, wird im Jahre 54 ermordet, um Nero auf den Thron zu bringen. Dieser verfolgt zunächst eine sehr soziale Politik, sodaß man annehmen kann, daß auch Petrus um 55/56 zurückkommen kann. Die Jahre davor hat er noch einmal in Antiochien verbracht. 

    In Rom setzt sich zunächst der Kampf um die Festigung der Kirche fort. Um so mehr kochen auch die oben beschriebenen Vorurteile und üblen Verdächtigungen im Volke hoch. Besonders ist die lautere Lebensweise der Christen eine beständige stille Anklage gegen das sittenlose Treiben in Rom. 

    Unter den Wahrsagern und Zauberern in Rom befindet sich eine Gestalt, der sich Petrus mit aller Kraft erwehren muß. Das ist Simon, der Magier, auf den Petrus schon ganz am Anfang in Samarien getroffen war und der dort zunächst viel Volk mit seinen Zauberkünsten hinter sich brachte und verkündete, er sei die große Kraft Gottes auf Erden. Als aber die Samariter und auch dieser Simon die Predigt und die Wunder der Apostel erleben, ließen sie und auch Simon  sich taufen. Simon aber brachte viel Geld herbei, um ihre Geisteskraft zu kaufen. Das hatte Petrus so erzürnt, daß er rief: „Dein Silber fahre mit dir

    ins Verderben, wenn du meinst, die Gabe Gottes lasse sich mit Geld kaufen.“ Und er hatte  ihn zu Buße und Umkehr ermahnt.

    Nun trieb dieser Simon weiter sein Unwesen und kommt auch nach Rom. Dort versteigt er sich gegenüber Petrus und den Christen zu der Aussage, auch er werde als die große Kraft Gottes wie einst Jesus in den Himmel aufsteigen. Er kündigt eine große Schau an, um das Christentum zu besiegen. 

    Dies allerdings sollte seine letzte Schaustellung werden, denn er stürzt ab und stirbt kläglich. 

    Seit dem Jahre 60/61 ist auch Paulus in Rom – als Gefangener, der an das Gericht des Kaisers appelliert hatte. 

    Er ist an einen Soldaten gefesselt, erhält aber ansonsten relativ volle Bewegungsfreiheit. Beide können nun in der Stadt lehren und predigen. 

    Bis das Schicksalsjahr 64 anbricht. 
    https://www.reddit.com/r/Italia/comments/152wad5/18_luglio_64_dc_scoppia_il_grande_incendio_di/
    Kaiser Nero hatte sich mittlerweile vom sozialen und liberalen, kunstbeflissenen Regenten zu einem wahren Despoten gewandelt. Eine besonders unheilvolle Rolle spielt dabei seine Frau und Mätresse Sabina Poppäa, eine Jüdin und Christenhasserin. Der Kaiser konfisziert die schönste Naturanlage

     

     

    mitten in Rom (wo heute das Colosseum steht), die dem Volk in dieser engen, schmutzigen und lauten Stadt als Insel der Erholung dient, um dort sein prachtvolles „Goldenes Haus“ zu errichten. Er beginnt mit weiteren Enteignungen in Tempeln und Kultstätte und läßt sich in den Theatern als „Größten Künstler aller Zeiten“ feiern. 

    Und dann bricht am 19. Juli 64 in den Unterbauten und Buden des Circus Maximus ein Brand aus, der sich mit rasender Geschwindigkeit ausbreitet. Bis zum 25.Juli wüten die Flammen. 

    Die Stadt besteht aus Holzbauten und ein heftiger Wind facht das Feuer unwiderstehlich an. Sieben Tage wütet das Feuer und zerstört 10 der 14 Stadtbezirke ganz oder fast ganz. 

    Nero weilt anfangs in seiner Sommerreidenz in Antium am Meer, eilt aber herbei, um angeblich Lösch-und Rettungsmaßnahmen zu koordinieren. 

    Doch das Volk glaubt ihm nicht. Hartnäckig halten sich die Gerüchte, daß er in Wirklichkeit die Löscharbeiten unterbindet und auf seiner Bühne im Palast habe er angesichts des Infernos den 

    Untergang Trojas besungen, und so diese Tragödie als Theaterdrama dargestellt. Der Brand ist ihm willkommen, so tuschelt man, denn er träumt davon, nicht nur selbst im Goldenen Haus zu residieren, sondern auch ganz Rom zu einer Prachtresidenz neu zu erbauen, die alle Weltwunder in den Schatten stellt. 

    Doch das Volk ist voller Wut. Zuviel ist zerstört, zuviel sind verarmt, zuviele  umgekommen – und zu wenig Hilfe kommt vom Kaiser. Er wird gehaßt und sogar in der Prätorianergarde rumort es. 

    Da heckt Sabina Poppäa mit ihm den entscheidenden Bereiungschlag aus:

    Nun wird verkündet: die Christen sind Schuld. Sie haben den Brand gelegt, um den verkündeten Weltuntergang herbeizuführen und die Herrschaft ihres Christus auszuruhen. Gerne greifen große Teile des Volkes dieses

    Fake auf, und so beginnt nun die erste große Christenverfolgung im Römischen Reich.
    https://www.reddit.com/r/Italia/comments/152wad5/18_luglio_64_dc_scoppia_il_grande_incendio_di/
    Nero hat leichtes Spiel, die Christen aufzuspüren, in die Gefängnisse zu sperren und mit ihnen nach Lust und Laune seine makabren Spiele zu aufzuführen: sie werden zu „Neronischen Fackeln“ gemacht, indem sie mit Pech und Werch eingewickelt, angezündet, und als nächtliche Fackeln in Parks und Cirkussen dienen. Andere werden in Tierfelle gesteckt und blutigen Raubtierspektakeln ausgeliefert; andere (vor allem Frauen) einfach gefangen, gefoltert, mißbraucht… und getötet, wenn sie Widerstand leisten. 

    In dieser Situation wird Petrus von der Gemeinde gedrängt, zu fliehen. 

    https://bahnhofkirche.ch/starker-schwacher-petrus/
     

    Auf Via Appia gen Süden kommt ihm, so berichtet eine Legende, Christus entgegen. Erschrocken fragt ihn Petrus: „Domine, quo vadis“ (Herr, wohin gehst du?) „Ich gehe nach Rom, um wieder gekreuzigt zu werden,“ war die Antwort Christi. Tief beschämt kehrt Petrus um. Er hat verstanden, dass er hier in dieser Stadt an Christi Stelle gekreuzigt werden muss. 

    [Bis heute steht an dieser Stelle die Kapelle „Quo Vadis“, in deren Mittelgang ein uralter Stein gezeigt wird, der zwei tiefe Fußabdrücke aufweist: die Fußabdrücke, die Christus hier hinterlassen hat.] 

    Nun wird Petrus zusammen mit Paulus gefangen und im Mamertinum, dem Römischen Staatsgefängnis am Forum Romanum, eingesperrt; bis sie beide ihrer Hinrichtung zugeführt werden: Paulus als Römischer Saatsbürger im Süden außerhalb der Stadt im großen Hinrichtungsgelände

    nahe der Via Ostiense [das heute Tre Fontane genannt wird];
    https://syndrome-de-stendhal.blogspot.com/2013/05/laokoon-verwandelt-sich-in-petrus.html
    dort wird er mit dem Schwert enthauptet

    .   Mit Petrus aber wird ein besonders

        demütigendes Hinrichtungsritual

    .   zelebriert. Im Nero-Zirkus auf dem

        Gelände des Vatikan wird der

    .   oberste Christ den Massen

    .  vorgeführt. Im Rahmen von

       Gladiatoren-Kämpfen soll er

        gedemütigt ans Kreuz geheftet

        werden. Doch sein Auftritt läßt die

        Menge verstummen. Er ist ein alter

    .   Mann, doch er tritt entschlossen,

        erhobenen Hauptes heran. 

         Er hat ein letztes Wort frei : „Ich bin

        nicht würdig, wie mein Meister, aufrecht gekreuzigt zu werden. Hängt mich mir dem Kopf nach unten auf.“ So werden seine letzten Worte überliefert.

     

    Am Rand des Circus befindet sich ein armer kleiner Friedhof. Dort wird Petrus bestattet. Seine Grabstätte aber wird eine viel besuchte heilige Stätte, die nie vergessen wird. Bald bekommt sie eine Inschrift:

    „Petrus ist hier.“ 

    Ja, und hier ist er geblieben, bis zum heutigen Tag. Unzählige Pilger steigen Tag für Tag die Stufen unter dem Petersdom hinab, um an seinem Grab zu verweilen und des einzigartigen Lebensweges dieses Zeugen Christi zu gedenken. „Herr, wir haben alles verlassen und sind dir gefolgt. Was werden wir

    dafür bekommen?“ So hatte Petrus einst den Herrn gefragt. Und der Herr antwortete: „Ihr, die ihr mir gefolgt seid, werdet, wenn die Welt neu geschaffen wird und der Menschensohn sich auf den Thron seiner Herrlichkeit setzt, auf 12 Kronen sitzen und die 12 Stämme Israels richten. Und jeder, der um meines Namens willen Häuser oder Brüder, Schwestern, Vater, Mutter und Kinder oder Äcker verlassen hat, wird das Hundertfache erhalten – wenn auch unter Verfolgungen – und in der kommenden Welt das ewige Leben.“

    Und tatsächlich: Petrus erbte das ganze römische Reich und auf ihn wurde von nun an die Weltkirche errichtet. Die Welt wurde seitdem wirklich neu geschaffen, denn der Menschensohn hat sich, nach seiner Himmelfahrt, auf den Thron seiner Herrlichkeit gesetzt… Und die Geschichte der Menschheit ist eine andere geworden. 

    https://www.heiligenlexikon.de/Literatur/Grab_des_Petrus.html

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