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ToggleEine unerklärliche Erweckung
Es geschieht etwas Unerklärliches. Junge Männer und Frauen entschließen sich, sich dem Streben nach Karriere, Geld und Wohlstand zu entziehen und sich einem armen, anspruchslosen Leben zu widmen. Noch mehr: Sie überwinden das Verlangen nach sinnlichem Genuss, nach Spaß und Vergnügen, ja sogar nach sexueller Erfüllung, um in nichts Freude, Frieden und Erfüllung zu finden, als im Gebet, in der Betrachtung und in der spirituellen Freundschaft mit Gott.
Und es geht noch weiter: Diese Menschen stellen das ganz natürliche Streben nach Selbstbestimmung auf den Kopf und wollen nur dienen und gehorchen – jedoch keiner irdischen Macht oder Ideologie, sondern allein Gott, dem wahren und einzigen Gott. Wie ist das möglich in einer Welt, die doch gerade das Gegenteil zu ihren absolut herrschenden und gültigen Lebensinhalten erklärt: materiellen Wohlstand, Spaß und sexuelle Freizügigkeit, Selbstbestimmung und Freiheit des Einzelnen? Wie kann denn ein Mensch auf solche Ideen kommen? Das ist nicht normal. Ja, sogar widernatürlich. Oder?
Zum Dienst im Priesterberuf bestellt
Trotz alledem: Junge Männer treten vor ihren Bischof, werfen sich vor ihm nieder und geloben ein Leben in Armut und Anspruchslosigkeit, in Keuschheit und Ehelosigkeit, in Gehorsam und Treue. Mit allen ihren körperlichen und seelischen Kräften sind sie bereit, ihr ganzes Leben lang ihrem Bischof und der Kirche zu dienen. Und der Bischof legt ihnen seine Hände auf den Kopf und überträgt ihnen die Vollmacht, die er selbst einst ebenso empfangen hat: die Vollmacht, das Evangelium Christi zu verkünden, zu taufen und das heilige Messopfer zu feiern; Sünden zu vergeben, Ehen zu segnen und alle Heilsgaben Gottes zu spenden.
Was für eine Machtfülle verbirgt sich in menschlicher Niedrigkeit! Und was sind das für Menschen, die sich dafür zur Verfügung stellen? Verschrobene Sonderlinge? Verirrte Fundamentalisten? Phantasten? Aber es gibt über 400.000 von ihnen auf der ganzen Welt! Sie heißen Priester oder auch Pfarrer, Kapläne oder Vikare…
Die Hingabe an ein Ordensleben
Andere junge Männer oder Frauen begeben sich zu einem Klostervorsteher oder einer Vorsteherin – auch Abt oder Äbtissin genannt – und geloben in dieser festgefügten Ordensgemeinschaft ein Leben in Armut, Ehelosigkeit und Gehorsam zu führen. „Mönche“, „Brüder“ oder „Patres“ nennen sie sich, beziehungsweise „Nonnen“ und „Schwestern“.
Aber erstaunlich: Es gibt fast 800.000 solcher Mönche und Nonnen auf der Welt! Alles Exoten? Phantasten? Fanatische Sektierer?
Normale Menschen
Wer sie trifft, erlebt, dass nichts von solchen Mutmaßungen oder Vorurteilen zutrifft. Sie sind menschlich wie wir alle, oder noch menschlicher; von Schwächen gezeichnet wie alle, aber ein überirdisches Licht ausstrahlend; manchmal sündhaft wie wir alle – doch strebend nach Heiligkeit wie wenige. Normale Menschen auf unnormalen Wegen.
Nur eine kleine Schar. Unter den 8 Milliarden Menschen und den 2,5 Milliarden Christen bilden sie zwei Millionen „Sonderlinge“ (Priester, Brüder, Schwestern…). Eine wahrhaft „kleine Herde“. Und dennoch sind sie Licht, das nicht verborgen bleibt; das Orientierung und Klarheit ausstrahlt; wie Salz, welches das Leben frisch und schmackhaft macht und die Christen im Glauben erhält. Denn sie verkörpern etwas, was die ganze Welt nicht kennt und dennoch ersehnt: ein Leben in Frieden, Sicherheit und Freude, das jenseits aller Angebote der Welt liegt.
Sie bezeugen eine Wirklichkeit, die mehr bietet als alles: das Himmelreich! Sie strahlen ein Licht und eine Freude aus, die die Welt nicht kennt. Kein Absturz in Licht- und Lärm-Orgien; kein Sinnenrausch von Erotik- und Traum-Glitzer… Nein, wenn ein Bischof, ein Priester, in einem prallvollen und geschmückten Gotteshaus einen Festgottesdienst feiert; wenn er geisterfüllt die Gläubigen ansprechen und ihnen die Botschaft vom Reich Gottes erschließen kann, dann entfaltet sich immer wieder Freude und Jubel, Musik und Gesang, dass die Herzen ergriffen werden von tiefer Innerlichkeit und die Seelen zum Himmel erhoben werden!
Das Himmelreich entfaltet einen Frieden und eine Freude auf Erden, die die Welt nicht geben kann.
Den Wölfen ausgesetzt
So sind die Gottgeweihten Freunde aller Menschen, ihres Glückes und ihres Heiles. Und gerade deswegen sind sie den Feinden des Menschen ausgesetzt. Denn es gibt sie in Massen – diese Feinde, die Jesus „Wölfe“ nennt. Kräfte und Mächte, die nichts Anderes wollen als das Leben der Menschen zu vernichten, indem sie zu Egoismus, gieriger Sinnlichkeit und Selbstgenuss verführen und so in Gottlosigkeit und Bosheit stürzen.
Diese Feinde stürzen sich zuvorderst auf die Geweihten, denn sie sind für die einzelnen Christen, ihre Gemeinden und Gemeinschaften die Hirten und Beschützer. Sie wissen: wenn diese bezwungen sind, ist in die Herde einzubrechen und Beute zu machen. Sie zu verleumden, zu verführen, zu beseitigen… das besitzt oberste Priorität bei allen Feinden Gottes und der Kirche.
Und dieser Kampf tobt auf den verschiedensten Feldern, mit unterschiedlichsten Waffen und Strategien. Eine Strategie ist, Überläufer, Verräter oder auch Versager zu finden. Immer schon hat der Feind die Strategie der „sexuellen Befreiung“ angewandt und die Menschen zur Auflösung der Ehebindung und zur Unkeuschheit verführt. Dabei ist es gelungen, auch manche jener Geweihten einzufangen, zu verführen und zu Verrätern werden zu lassen – sogar zu schändlichem Missbrauch von Kindern zu verleiten!
Das hat furchtbare Wunden in die Herde gerissen. Dabei ist es auch gelungen, manche unschuldige Priester zu verleumden und so die Zahlen der Übeltäter zu steigern und zu suggerieren, dass sie insgesamt eine Horde von Scheinheiligen und Triebtätern sind. So vernebeln sie, dass der weitaus überwältigende Teil der Geweihten seinem Auftrag unbeirrt die Treue hält. Für die Gläubigen aber bildet dies alles ein Ärgernis, das ihre Bande zur Kirche lockert oder sogar ganz auflöst.
Eine äußerst erfolgreiche Strategie ist es, den modernen Zeitgeist heranzuführen, ihn sogar als eine Quelle der Offenbarung Gottes auszurufen und durch ihn das Evangelium und die Tradition der Kirche umzudeuten, zu verfälschen. Bischöfe, Priester und Laienvertreter kämpfen für eine „andere Kirche“; eine, die den Zölibat beseitigt, Frauen zu Priestern weiht, das Priesteramt laisiert und Laien mit Priesterämtern betraut. Irrung und Verwirrung überall.
Entsetzt müssen wir feststellen, dass dem Feind auf diesem Feld verheerende Einbrüche gelungen sind – im Laufe der langen Geschichte als auch heute, sodass wieder von einer Kirchenspaltung gesprochen werden muss. Vor allem aber hat dieser Zeitgeist der Gottlosigkeit viele Priester und Gläubige dazu verführt, die Gebote Gottes, besonders bezüglich der Ehe und des Sonntagsgebotes, nicht mehr ernst zu nehmen: die Kirchen sind leer und Eheschließungen nur noch selten. Das Leben der Gemeinden dümpelt kraftlos und deprimiert dahin.
Eine weltweite und gleichsam ewige Strategie aber ist es, die Geweihten besonders den Gewaltregimen der Welt auszusetzen. Tausende wurden und werden Bedrängnissen, Berufsverboten, aggressiven Verfolgungen, sogar der Folterung und dem Tod ausgeliefert. In Deutschland z.B. waren es unter den Nazis weit über 1000 Priester und Ordensleute, die ihre Treue zu Christus und ihrer Berufung mit dem Leben bezahlt haben. Gerade in diesen Tagen wird gemeldet, dass eine Welle von Verhaftungen viele Priester in Nicaragua getroffen hat. Und wie viele sind es in anderen atheistischen Diktaturen und islamistischen Gewaltorgien!
Auch unsere Zeit ist eine Zeit der Märtyrer, nicht der Missbrauchstäter oder Gottesleugner.
Wie ist das alles möglich?
Woher nehmen sie alle diesen Mut und diese Kraft? Den Mut, sich in einer gottlosen Gesellschaft ausgerechnet Gott zu weihen? Den Mut, in den Verwirrungen der Kirche den geraden Weg der Berufung zu gehen und der wahren Kirche Christi die Treue zu halten? Die Kraft, einer Gesellschaft der sexuellen Beliebigkeit und Freizügigkeit die Stirn zu bieten und sich einem Leben der Keuschheit und Ehelosigkeit zu weihen? Die Entschlossenheit, sich einer Kultur des Egoismus und der Selbstbestimmung entgegenzustellen, und ihr Leben vom völligen Gehorsam gegenüber Gott und seinen Autoritäten auf Erden bestimmen zu lassen? Und woher nehmen sie die Kraft, ein solches Leben nicht nur im Aufschwung einer jugendlichen Begeisterung zu beginnen, sondern über alle Jahre und in allen Wechselfällen des Lebens treu zu bewahren bis zur Vollendung?
Die Kraftquelle: Gottes Ruf
Nein, nein, es ist nicht Tradition, nicht Volksfrömmigkeit, nicht jugendlicher Idealismus, woraus solche Entscheidungen und Lebenskonzepte hervorgehen. Solche Motive können mitschwingen, aber nicht durchs Leben tragen. Frage die Tausenden von Priestern und Ordensleuten, was sie bewogen hat, diesen Weg zu gehen – und sie werden antworten: Die Berufung durch den, der das Himmelreich verkündet und zur Nachfolge ruft!
Und frage Bischöfe oder Klostervorsteher, was sie ermutigt, die jungen Männer und Frauen in ihre Orden aufzunehmen und ihnen ihre Gelübde abzunehmen; junge Männer zum Priesterdienst zu weihen – und sie werden antworten: Weil sich ihre Berufung als echt erwiesen hat.
Tatsächlich: diese Männer und Frauen bezeugen durch ihr Leben, dass Gott lebt; dass Gott spricht; dass Gott in dieser Weise Menschen real bewegt und trägt. „Gott“ – für viele Menschen heute gar nicht existent…; für viele ein fernes, dunkles Wesen…; für viele ein widersprüchliches Konstrukt verschiedener Religionen…
Für diese Menschen aber, die Berufenen, eine lebendige, großartige, ja, lebenprägende Macht; realer und wirksamer als jede andere Wirklichkeit: fähig und zuverlässig, um darauf das ganze Leben zu bauen – ein Leben sogar im Widerspruch zu jedem Mainstream, Zeitgeist oder irdischen Macht.
Die Wurzel: Der konkrete Ruf Christi
Aber, so muss man fragen, wie spricht denn dieser Gott zu einem Menschen? Wie ruft und beruft er denn einen jungen Mann, eine junge Frau? Kommt da eine Stimme aus dem Himmel? Oder von einem Kirchenmann? Oder aus dem eigenen Innern, eine Autosuggestion? Autosuggestionen zerplatzen wie Seifenblasen – aber ein wahrer Ruf Gottes bleibt und bewährt sich.
Gewiss, er wird ganz unterschiedlich hörbar. Aber jeder Mensch kann Gott „hören“. Denn jeder Mensch ist eine Schöpfung Gottes und seine Seele vom Hauch Gottes gebildet und durchweht. Jeder hat ein Gewissen; jeder sucht die Wahrheit; jeder sehnt sich nach Glück und Liebe. Das ist die Sprache Gottes – hörbar, doch für viele vom Lärm der Eitelkeiten und Verführungen übertönt oder verwirrt. Aber Gott bleibt nicht verborgen.
Immer wieder tritt seine Stimme machtvoll und klar hervor; manchmal als Stimme aus dem heiteren Himmel. Denken wir nur an den Christenverfolger Saulus-Paulus, der durch einen Lichtstrahl von seinem Pferd geworfen wurde und die Stimme hörte: „Saul, Saul, warum verfolgst du mich?“ Absolut keine Autosuggestion! Von nun an wusste Saul, wer tatsächlich jener war, den er bisher als Feind verfolgt hatte: der wahrhaft Lebendige, der Herr und Retter allen Lebens, für den allein er nun zu leben und zu kämpfen bereit
war.
Ganz anders aber wurde Gottes Stimme bei jenen hörbar, die als ganz normale Fischer am See Genezareth lebten und dabei von Jesus, dem wundertätigen Rabbi aus Nazareth, ganz menschlich angesprochen wurden: „Fahrt nochmal raus auf den See zum Fischen…!“ und der danach sprach: „Kommt, ich will euch zu Menschenfischern machen!“
Eine eindeutige und ergreifende Stimme. Die Berufung dieser „Zwölf“, die er bald Apostel nannte, musste sich in drei langen Jahren der Predigt-, Wander- und Wundertätigkeit Jesu bewähren und klären. Immer deutlicher und stärker wurde das, wozu Jesus sie berufen wollte: nämlich nicht nur zu „folgen“, sondern in der Vollmacht Jesu selbst zu handeln!
Denn er gab ihnen die Vollmacht, in seinem Namen das Kommen des Reiches Gottes zu verkündigen, Kranke zu salben und zu heilen und die Dämonen auszutreiben… „Wer euch hört, hört mich!“ erklärte er ihnen. Nach seinem Tod und seiner Auferstehung erhielten sie weitere Vollmachten: Sünden zu vergeben, die Eucharistie zu feiern, die Herde Gottes zu leiten… Und bei seiner Himmelfahrt erteilte er ihnen den Befehl, in der ganzen Welt zu predigen und zu taufen; und bei der Herabkunft des Heiligen Geistes schließlich empfingen sie endgültig die Sendung und Vollmacht, das Erlösungswerk Christi, die Kirche, in die ganze Welt zu tragen und alle Menschen in dieser Kirche zu sammeln.
Berufung und Sendung für immer
Was mit den Fischern am See begann und in Jerusalem vollendet wurde, strahlte aus in die ganze Welt. Nicht nur, indem die Zwölf in die Welt zogen, sondern vor allem indem ihre Berufung und Sendung wie ein Frühling auf der ganzen Erde aufbrach; wie ein Feuer, das ansteckte; wie ein Sturm, der mitriss. Denn in den Zwölfen hatte Gott den Anfang gesetzt, nicht ein abgeschlossenes Sonderwerk, auf das man staunend nur zurückblicken kann. Man kann nur staunen über das, was nun weiter geschieht. Denn in der ganzen Welt, wohin die Apostel kommen und in der Vollmacht Christi das Reich Gottes verkündeten, Kranke heilen, Dämonen austreiben…; wo sie taufen, Sünden vergeben, Gemeinden zur Eucharistie sammeln und alle Heilsgaben Christi ausspenden, dort werden immer Menschen auch vom Ruf Christi erweckt und bewegt, in seine Nachfolge einzutreten, das Leben des Himmelreiches in Armut, Keuschheit und Gehorsam zu führen und bereit zu sein, ganz in den Dienst dieses Reiches Gottes zu treten.
So setzt sich Ruf und Sendung Christi fort – für immer.
Die Weitergabe der Vollmacht Christi: Die Weihe
Die Weitergabe der göttlichen Vollmacht, die Christus den Aposteln verlieh, erfolgt durch die Weihe, einen heiligen Akt, in dem der Heilige Geist herabgerufen wird. Die Apostel legten denen, die sie als würdig erkannten, die Hände auf und übertrugen ihnen diese Vollmacht. Dadurch werden Männer zu Bischöfen, Priestern oder Diakonen geweiht und in ein unzertrennliches Netzwerk eingebunden, das sich über die gesamte Geschichte und die Welt spannt. Dieses Netz, das in Christus und seinen Aposteln seinen Ursprung hat, ist der Garant dafür, dass jeder Geweihte in der einen katholischen Kirche die Vollmacht besitzt, das Erlösungswerk Christi fortzuführen.
Weihe in unserer Zeit
Im Verlauf der Kirchengeschichte gab es immer wieder Schwankungen in der Zahl der Berufungen zum Priesteramt und zum Ordensleben. Feindliche Mächte haben oft prophezeit, dass die Kirche dem Untergang geweiht sei, und haben brutal gegen sie vorgegangen, sei es durch die Blutorgien der Französischen Revolution, die Grausamkeiten der Nazis, die Gulags Stalins, oder die Umerziehungslager in China und Nordkorea. Doch wo sind diese Mächte heute? Viele sind gefallen, und die, die noch existieren, werden ebenfalls sterben und vor Gottes Gericht kommen.
Die Kirche hingegen, belebt durch den Heiligen Geist, wird immer wieder Menschen inspirieren, ein heiliges, gottgeweihtes Leben zu führen – sei es als Priester, Ordensmann oder Ordensfrau, oder auch im persönlichen Glaubensleben. Seit 2000 Jahren geschehen die Wunder der Berufungen und Weihen, und sie werden bis zum Ende der Welt geschehen. Denn die Kirche ist die Kirche Christi, des Auferstandenen, der Herr über Himmel und Erde ist und in der Kraft des Heiligen Geistes die Herzen der Menschen bewegt.
Die Standhaftigkeit der Kirche
Die Feinde der Kirche mögen ihren Untergang voraussagen, und manche Christen mögen den Mut verlieren angesichts der Stürme und Rückschläge. Aber die Wahrheit ist: Die Kirche hat in den letzten 2000 Jahren die heftigsten Stürme überstanden. Es gab Zeiten, in denen es schien, als würde die Kirche untergehen, so wie die Jünger damals im Sturm auf dem Meer, als Petrus rief: „Hilf, Herr, wir gehen zugrunde!“ Doch der Herr stand auf, befahl dem Sturm, sich zu legen, und alles wurde gut.
Auch heute rufen wir nach dem Herrn, und wir sind sicher, dass er das Boot seiner Kirche niemals untergehen lassen wird. Er wird weiterhin Menschen berufen, ihm zu folgen und mit ihm zu wirken, das Himmelreich zu bezeugen, das mächtiger ist als alles in der Welt.
Ein Aufruf zur Treue
In Zeiten der Müdigkeit und des Erlahmens wird der Herr seine Berufenen und Geweihten mahnen und neu erwecken, so wie Paulus es mit seinem Schüler und Freund Timotheus tat: „Ich beschwöre dich bei Gott und bei Christus Jesus, dem kommenden Richter der Lebenden und der Toten, bei seinem Erscheinen und bei seinem Reich: Verkünde das Wort, tritt dafür ein, ob man es hören will oder nicht; weise zurecht, tadle, ermahne, in unermüdlicher und geduldiger Belehrung.“
Paulus schrieb diese Worte aus dem Gefängnis in Rom, wo er auf seine Hinrichtung wartete, in dem Wissen, dass sein Herr ihn für seinen unermüdlichen Dienst reich belohnen würde. Mögen alle Berufenen und Geweihten ihren Lauf ebenso vollenden!
Liebe Leserinnen und Leser,
ich bin Anton Behrens, geboren am 1. November 1943 in Börgerwald. Seit meiner Priesterweihe 1969 habe ich vielfältige Aufgaben in der Kirche übernommen, wobei mein besonderes Engagement der Jugendpastoral gilt. Meine Arbeit begann in Meppen und führte mich über Neuenkirchen/Bramsche, wo ich maßgeblich an der Gründung der Communität junger Christen (CJC) beteiligt war, weiter nach Hollage und Bramsche. Nach einer Zwischenstation als Krankenhaus-Seelsorger war ich von 2000 bis 2010 Pfarrer in Malgarten und Bramsche. Seit 2010 konzentriere ich mich auf die Seelsorge und die Arbeit mit der CJC, um Menschen aller Generationen zu begleiten.
Mit herzlichen Grüßen,
Anton Behrens

