Sonntagsgruss 28.09.2025

Sonntagsgruss 28.09.2025

CJC-Werbebanner zur Anfrage von Unterstützungen und Spenden

Liebe Christen! Freundinnen und Freunde!
Heute möchte ich euch an dieser Stelle kurz von meiner/unserer Romfahrt erzählen. Einen etwas ausführlicheren Bericht findest du in der jetzt erscheinenden Oktober-Ausgabe der neuen erde. Natürlich gab es ein „Ganz-Rom-Programm“ soweit das in den wenigen Tagen möglich war: die Zeugnisse der Antike des 1000-jährigen Römerreiches bis zu den Zeugnissen des mittlerweile 2000-jährigen Christus-Reiche, der Kirche. Was aber waren dort für uns zehn Heilig-Jahr-Pilger die stärksten Eindrücke? Der erste starke Eindruck war
die schiere Masse der Pilger. Jeden Tag wurden Zigtausende von Menschen durch die Sicherheitsschleusen geführt, um schließlich durch die heilige Pforte in den Petersdom zu gelangen. Oft habe ich in diesem Zusammenhang an unsere Romfahrten vor 30/40 Jahren etwa gedacht, als man mit dem Auto auf die Via della Conciliatione (die große Prachtstraße zum Petersdom) fahren konnte, dort parkte und einfach in den Petersdom ging. Die Masse der Menschen und die eingeführten Sicherheitsmaßnahmen haben alles verändert. Und dann ist damit ein zweiter Eindruck verbunden: nämlich die Geduld, Gelassenheit und Freundlichkeit der Menschen.
Man erlebt, wie ehrlich alle diese Menschen ihren Besuch im Petersdom, ihren Gang durch die heilige Pforte, den Besuch bei den Gräbern der Päpste, besonders dem Petrus-Grab, empfinden. Und was für ein Jubel brandet auf, wenn etwa am Mittwoch bei der Audienz der Papst mit dem Papamobil durch die Reihen auf dem Petersplatz fährt: hier erlebt man die Liebe zur Kirche und die Begeisterung über diese uns geschenkte Weltgemeinschaft des Friedens und der Gotteskindschsft und damit die Liebe zu jenem
Einen, den Jesus als Nachfolger des Petrus eingesetzt hat, um auf diesem Felsenfundament die ganze Kirche zu bauen und durch die Stürme der Zeiten leiten! Wie klein und einsam ist doch letztlich ein Papst , der einer Weltgemeinschaft von 1,4 Milliarden Gläubigen vorsteht, wenn man es rein menschlich betrachtet! Und wie stark zeigt sich darin die Macht und Weite Gottes, der so seine Weltgemeinschaft vereint und festigt! Tausende und Abertausende von tiefgläubigen Menschen aus der ganzen Welt konnten wir erleben! Allein schon das Warten auf den Einlass, den Durchgang durch die Kontrollen, zeugt von der Ernsthaftigkeit dieses Glaubens!
Hier fühlt man sich mitten in der riesigen Menge wirklich zu Hause. Wir haben dies besonders am Sonntag – Vormittag erfahren, als wir relativ absichtslos noch einmal an diesem freien Tag zum Petersdom fuhren und schließlich in einem herrlichen Gottesdienst im
Petersdom landeten: der Dom war rappelvoll, eine tief-fromme und feierliche Atmosphäre empfing uns und herrlicher Gesang und Orgelklang… Ein Hauch des Himmels! Wirklich! Wir waren sofort tief ergriffen. Wir konnten zwar nicht direkt zum Hauptaltar
sehen, da wir etwas weiter seitlich vor den großen Pfeilern zu stehen kamen. Aber beim Auszug erlebten wir mindestens 100 Priester und ein Dutzend Bischöfe. Nichts von der quälenden Leere, die wir zur Zeit in unseren Kirchen oft erleben. Wir erlebten
eine starke lebendige Weltkirche, die sich fähig zeigt, auch heute den Stürmen der Zeit zu widerstehen.
Ja, Rom ist immer eine Reise wert, natürlich für jeden Gläubigen – Aber auch für jeden Skeptischen, Fernstehenden oder nur touristisch Interessierten öffnen sich neue Horizonte! So Gott will, werden wir im nächsten Jahr eine solche Pilgerreise wiederholen.
Kommst Du mit?
Euer Pastor Anton

Schreibe einen Kommentar