Lichtzeichen in einem vom Krieg bedrängten Land. Unsere Fahrt in die Ukraine vom 26. bis 30. Dezember 2024

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Nachdem nun der große LKW mit der Riesenladung an Öfen, warmer Kleidung u. a. vor Weihnachten in die Ukraine gegangen war, konnten wir uns auf unsere etwas kleinere Fahrt zur katholischen Gemeinde in Tscherwonograd, nahe der Polnischen Grenze konzentrieren, um vor allem die vielen Weihnachts- Päckchen für die 70 dort betreuten Kinder rüberzubringen. Firma Kotte stellte uns einen Transporter für eine Spendenquittung.
Am Nachmittag des 2. Weihnachtstages starteten wir mit 2 vollbepackten Autos und 7 Personen. Die Fahrt verlief problemlos. Um ca. 3:00 Uhr nachts erreichten wir die polnisch-ukrainische Grenze: EU-Aussengrenze. Und nun kam der Hammer: Fa. Kotte hatte uns für den Transporter nur eine Kopie des Fahrzeugschein mitgegeben. „Das genügt heutzutage“. Die polnischen Grenzbehörden aber waren vollkommener anderer Meinung. Mit diesem Papier keine Chance! Also zurück auf einen Parkplatz. Die beiden Fänger-Brüder Karsten und Tobias blieben im Transporter und wir fuhren mit nun 5 Personen durch die Grenze nach Tscherwonograd zu unserem Pastor Mykola. Es war morgens um 8:00 Uhr. Beim Frühstück musste also zügig ein zusätzlicher ukrainischer Kleintransporter organisiert werden, dazu kamen unser und Mykolas PKW – und dann ging es wieder mit 3 Fahrzeugen zurück durch die Grenze zu unserem Transporter und den wartenden Wächtern. Mykola hatte mittlerweile Kontakt zu einem ihm bekannten Pastor nahe hat der Grenze aufgenommen, wo nun der Transporter umgeladen und auch für die nächsten Tage geparkt werden konnte. Zu Mittag konnten wir die ganze Ladung ins Pfarrhaus bringen. Nun hatten die Schwestern ihre Arbeit damit. Übernächtigt- aber froh konnten wir zum guten Mittagessen kommen. Das war der Auftakt dieses Unternehmens. Die Feier der Abendmesse mit einer innigen Vorstellung unser Aktion und unserem „Männerchor“ mit dem auch dort beliebten „Stille Nacht“ machten tiefen Eindruck. Alles super!
Am nächsten Tag führte uns Mykola ins 70 Km entfernte Lemberg (L‘wiw), einer sehr schönen und interessanten Stadt, die noch weitgehend von russischen Bomben verschont blieb.
Am Samstag-Abend gab es nach der heiligen Messe ein Weihnachtsspiel der Kinder, das von tollem Gesang geprägt war. Und dann durften wir an jedes Kind eines unserer Weihnachtspakete verteilen. Große Dankbarkeit! Am Sonntag nach der Messe um 10:30 Uhr ging es wieder auf die Heimreise: Vier Stunden Warten und Kontrollen; zum Schluss noch in eine Halle geholt, das Auto vollständig auspacken und unsere Koffer und Taschen öffnen und durchwühlen lassen… Endlich ging es zum Pfarrhaus, wo unser Transporter auf uns wartete, und wieder auf die Autobahn. Um ca. 5 Uhr morgens erreichten wir Malgarten bzw. Pye. Eine wirklich erfolgreiche Fahrt! Ein großer Dank an alle, die uns unterstützt haben: besonders Wilma und Beate für‘s Packen; allen auch, die die Süßigkeiten u. a. für die Kinder gespendet haben; ebenso allen, die mit Geldspenden geholfen haben! Und nicht zuletzt allen, die diese Fahrt mit mir auf sich genommen haben: Ansgar & Ansgar und Olli, sowie Karsten, Tobias und Bernd Fänger!
Es war sicher nicht die letzte Fahrt dorthin – hoffentlich bald in ein Land ohne Krieg.

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